Weil Klamottenshoppen in Israel wegen der hohen Preise kaum noch Spaß macht, hört man Israelis auf Europareisen immer wieder begeistert aufjuchzen, wenn sie Modediscounter wie Primark betreten. Der hat bisher eine Expansion nach Israel wegen hoher Versand- und Logistikkosten ausgeschlossen. Nun stehen die Chancen jedoch gut, dass die britisch-irische Kette es sich anders überlegt.
Israelische Medien wie »Ynet« und »Kan« berichten, dass die kürzliche Eröffnung eines Primark in Kuwait und die im März anstehende in Dubai für neue Gespräche gesorgt habe. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, aber gemäß der Berichte verhandle das europäische Fast-Fashion-Unternehmen bereits mit drei großen Akteuren im Sektor: Electra Consumer Products, die in Israel die Franchiserechte für die internationalen Marken Carrefour, Adidas und Columbia halten; die Gottex Brands Group, die die internationalen Modeketten der Inditex Group vertritt, darunter Zara, Bershka und Pull & Bear; sowie Max Stock, die eine Discountkette in Israel betreiben.
Einfach zu testender Markt
Primarks jüngste Entscheidung, durch Franchise-Partnerschaften in Golfstaaten zu expandieren, wird von Einzelhandelsanalysten als strategischer Wandel und als potenzieller Bauplan für weiteres regionales Wachstum gewertet. In Kuwait wurden Franchiseverträge mit der Alshaya Group geschlossen, die dort bereits große globale Marken wie Starbucks, H&M und Victoria’s Secret in der Region betreibt.
Zumindest einen Versuch halten Einzelhandels-Experten für wahrscheinlich, denn wegen der kompakten Geografie Israels lasse sich die Lukrativität neuer Franchisemarken anhand weniger Standorte leichter testen. Und Primark, so viel ist bekannt, priorisiert physische Märkte gegenüber E-Commerce. ja