Eurovision

Michael Ben David ist raus

Der 25-jährige Israeli konnte mit seinem Auftritt nicht überzeugen. Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Seine Performance beendete Michael Ben David mit den Worten »Ich liebe euch«. Auf viel Gegenliebe stieß der Vertreter Israels bei Publikum und Jury während des gestrigen Halbfinales der Eurovision in Turin allerdings nicht: Sie wählten den Musiker nicht unter die zehn Beiträge, die am Samstag beim Finale dabei sein werden. Dabei war eine Zeit lang nicht klar gewesen, ob Ben David überhaupt an der Eurovision hätte teilnehmen können.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Mit seinem poppigen und extravaganten Auftritt und einem Song über Selbstakzeptanz und -liebe konnte der aus Petach Tikwa stammende Israeli nun offenbar nicht überzeugen. Gut möglich, dass er sich mit einer spontanen Aktion einige Sympathien verspielte: Kurz vorm Start der Abstimmung drängte sich Ben David in die Live-Übertragung und umarmte die Moderatoren des Abends. In den Sozialen Medien kam das nicht gut an.

https://twitter.com/rafaeldealmeida/status/1524851042399277058

Mit dem vorzeitigen Ausscheiden des 25-jährigen Ben David schickt Israel das erste Mal seit 2014 keinen Beitrag zum Finale des Eurovision Song Contests. Insgesamt ist das kleine Land erstaunlich erfolgreich bei dem wohl größten europäischen Popmusik-Ereignis. Ab 1973 nimmt Israel an der Eurovision teil und hat seitdem vier Mal den ersten Platz belegt, das letzte Mal 2018. Damals gewann die Sängerin Netta mit dem Song »Toy«.

Als einer der Favoriten beim Finale in Turin gilt das Kalush Orchestra, das mit seinem Lied »Stefania« die Ukraine vertreten wird. Über den Gewinner werden die Punkte einer professionellen Jury sowie die des Fernsehpublikums entscheiden, die jeweils zu gleichen Anteilen gewertet werden. Im vergangen Jahr schauten insgesamt über 180 Millionen die beiden Vorentscheidungen sowie das Finale.

Nahost-Politik

CDU könnte Stopp deutscher Zahlungen an UNRWA beschließen

Am Wochenende findet der Bundesparteitag der CDU in Stuttgart statt. Beschlossen werden könnte auch ein Antrag zu deutschen Zahlungen an die Palästinenser, der es in sich hat

von Michael Thaidigsmann  18.02.2026

Kulturerbe

Die vergessenen Synagogen

In den Straßen Tel Avivs verbergen sich Hunderte ehemalige Bet- und Lehrhäuser – Zeugen einer orthodoxen Blütezeit, die heute nur noch wenigen bekannt ist

von Henry Jakubowicz  18.02.2026

Gaza

Fallschirmjäger stirbt durch Eigenbeschuss

Der 21-jährige Stabsunteroffizier Ofri Yafe, Angehöriger der Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger, wurde während einer Operation im Raum Chan Junis tödlich verletzt

 18.02.2026

Olympische Winterspiele

»Ganz Israel kann stolz sein«

Adam Edelman spricht im Interview über Israels Olympia-Premiere im Bob, Teamgeist und sportlichen Ehrgeiz

von Sabine Brandes  18.02.2026

Wirtschaft

Schekel auf 30-Jahres-Höhenflug

Kurzfristig könnten importierte Waren für Israelis billiger werden - für die Exportwirtschaft aber birgt starke Währung Gefahren

von Sabine Brandes  18.02.2026

Westjordanland

Rabbiner aus Siedlungen warnen vor Gewalt

Zehn geistliche Autoritäten erklärten, Übergriffe schadeten dem gesamten Siedlungsprojekt und könnten dessen Zukunft gefährden

 18.02.2026

Ramle

Magische Bootsfahrt unter der Erde

In einer versteckten Zisterne unter der Stadt schippert man durch 1200 Jahre Geschichte

von Sabine Brandes  17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Jerusalem

Während des Krieges: Israels Militär setzte auf großes Juristenteam

Kommandeuren standen während der Kämpfe bis zu 130 Juristen zur Seite, um operative Entscheidungen rechtlich abzusichern

 17.02.2026