Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Gedenktafeln auf dem Gelände der Nova Festival Memorial Gedenkstätte. Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer des Massakers vom 7. Oktober 2023. Auf dem Festival waren Hunderte von Feiernden von der Hamas getötet oder entführt worden. Die nun Verurteilten hatten sich Zutritt zum Gelände verschafft und das Eigentum der Opfer geplündert. Foto: picture alliance/dpa

In Israel sind drei Männer zu Haftstrafen verurteilt worden, die Medienberichten zufolge nach dem Terrorangriff der Hamas auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals geplündert hatten. Ein Gericht in der südisraelischen Stadt Beerscheba verurteilte sie zu Haftstrafen zwischen 36 und 40 Monaten.

Sie hatten sich demnach einen Tag nach dem Angriff am 7. Oktober 2023 Zugang zu dem Gelände verschafft, das zu diesem Zeitpunkt als militärisches Sperrgebiet galt. Dort brachen sie Autos auf und stahlen Eigentum der Ermordeten oder geflüchteten Überlebenden, unter anderem einen Laptop, Kreditkarten und Ausweispapiere.

Haftstrafen zwischen 36 und 40 Monaten

Bei dem Terrorangriff der Hamas waren mehr 370 Festivalbesucher ermordet worden. Der Terrorangriff, bei dem insgesamt mehr als 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 Menschen in den Gazastreifen verschleppt wurden, war der Auslöser des Gaza-Kriegs, in dem derzeit eine Waffenruhe herrscht.

In ihrer Urteilsbegründung sprach die Richterin Medienberichten zufolge von unentschuldbarem Opportunismus der Angeklagten. Die Plünderungen seien nicht nur kriminell, sondern ein eklatanter Verrat an der Menschenwürde und der grundlegenden sozialen Solidarität, sagte sie. dpa

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