Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Nach Angaben eines Zeugen waren in Istanbul Schüsse in der Nähe des Gebäudes, in dem sich das israelische Konsulat befindet, zu hören. Die Polizei ist am Tatort im Einsatz. Foto: picture alliance / REUTERS

Bei einem Schusswechsel mit Einsatzkräften vor dem israelischen Konsulat in der türkischen Metropole Istanbul ist ein Angreifer getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden und in Gewahrsam, sagte der Gouverneur Davut Gül. Demnach wurden auch zwei Polizisten leicht verletzt. Zuvor hatten Medien berichtet, zwei Angreifer seien getötet worden. 

Es handele sich um eine »Provokation«, sagte Gül, ohne Details zu nennen. Die Hintergründe des Angriffs würden untersucht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Vorfall als »abscheulichen Terrorakt«. 

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Dem Sender CNN Türk zufolge hätten Bewaffnete versucht, in das siebte Stockwerk des Gebäudes zu gelangen. Auf Bildern waren Einsatzkräfte vor dem Konsulatsgebäude im Stadtteil Levent zu sehen. 

Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums teilte mit, das Konsulat sei zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht besetzt gewesen. Israel hatte nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Beginn des Gaza-Kriegs aus Sicherheitsgründen alle Diplomaten aus der Türkei abgezogen.

Israel: Terror wird uns nicht einschüchtern

Das israelische Außenministerium teilte später in einem Post auf der Plattform X mit, man verurteilte »den heutigen Terroranschlag auf das israelische Konsulat in Istanbul aufs Schärfste«. Zudem hieß es: »Wir schätzen die schnelle Reaktion der türkischen Sicherheitskräfte, die diesen Anschlag vereitelt haben.« Israelische Vertretungen weltweit seien »unzähligen Drohungen und Terroranschlägen ausgesetzt«, lautete die Reaktion weiter. »Terror wird uns nicht einschüchtern.«

Innenminister Mustafa Ciftci schrieb auf X, die Angreifer seien identifiziert worden. Sie seien aus der benachbarten Provinz Kocaeli mit einem Mietwagen nach Istanbul gekommen. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft leitete offiziellen Angaben zufolge Ermittlungen ein. dpa

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