»One Night Only«

Kevin Spacey tritt in Tel Aviv auf

Kevin Spacey Foto: picture alliance / SIPA

Der in Skandale verwickelte Hollywood-Star Kevin Spacey plant ein Bühnen-Comeback in Israel. Am 19. November will der 66-Jährige im Hangar 11 in Tel Aviv ein Konzert unter dem Titel »One Night Only« geben. Geplant ist ein Abend mit Jazz- und Popklassikern, begleitet von einer Live-Band. Zwischen den Musikstücken will Spacey Anekdoten aus seiner langen Karriere in Film, Theater und Fernsehen erzählen.

Der zweifache Oscar-Preisträger, bekannt aus Filmen wie American Beauty und der Serie House of Cards, war in den vergangenen Jahren vor allem durch Vorwürfe sexueller Übergriffe in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Ermittlungen in den USA und Großbritannien führten allerdings nicht zu Verurteilungen.

In London wurde er 2023 von einer Jury freigesprochen, ein Zivilverfahren in New York endete ebenfalls zu seinen Gunsten. Dennoch belasten neue Klagen in Großbritannien weiterhin seinen Ruf.

Lesen Sie auch

Für Spacey ist Israel kein unbekanntes Terrain. Er besuchte das Land in den vergangenen Jahren mehrfach. Dabei fuhr er auch in Gemeinden nahe der Grenze zum Gazastreifen und sprach mit verletzten Soldaten in Krankenhäusern. Im israelischen Parlament trug er sich ins Gästebuch ein und bekundete seine Solidarität mit dem Land. Bereits 2019 war er in Jerusalem und Tel Aviv unterwegs, damals auch im Rahmen eines privaten Trauerbesuchs.

Der Auftritt in Tel Aviv reiht sich in eine Serie von Comeback-Versuchen prominenter Künstler ein. Auch der amerikanische Comedian Louis C.K. hatte nach dem #MeToo-Skandal 2022 mehrere ausverkaufte Shows in Israel absolviert.

Tickets für »One Night Only« mit Kevin Spacey sind bereits über Eventim erhältlich. Die billigsten kosten 364, die teuersten 804 Schekel. im

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Eizenkot: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des Regierungschefs hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert den Premier für dessen Versagen vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Israels Premier Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation hat Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026