Die israelische Polizei hat im Negev drei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, Wähler vor der Knesset-Wahl am Dienstag mit Geldzahlungen zur Stimmabgabe für die Vereinigte Arabische Liste Ra’am bewegen zu wollen. Nach Angaben der Polizei sollen die Verdächtigen Geld im Austausch für Stimmen angeboten haben. Das Jerusalem News Syndicate (JNS) berichtete.
Die Festgenommenen stammen aus den Gegenden von Shaqib al-Salam (Segev Shalom) und Ar’ara. Bei Durchsuchungen ihrer Wohnungen fanden die Ermittler Umschläge mit Bargeld in Höhe von mehreren Zehntausend Schekel. Außerdem stellten sie Notizen und weiteres Beweismaterial sicher.
Die drei Männer wurden zur Vernehmung gebracht. Noch am Dienstag sollten sie einem Gericht vorgeführt werden, das über eine mögliche Verlängerung ihrer Untersuchungshaft entscheiden sollte.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete den Fall als »schwerwiegenden Vorfall am Wahltag«. Bei den Verdächtigen seien »Geldumschläge und Stimmzettel für Mansour Abbas« gefunden worden, erklärte er mit Blick auf den Vorsitzenden der Ra’am-Partei. Netanjahu forderte die zuständigen Strafverfolgungsbehörden auf, den Vorgang umfassend zu untersuchen. ja