Dementi

Trump bestreitet Gespräche über weitere Wahlempfehlung für Netanjahu

US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Corinth (Mississippi) am Montag Foto: picture alliance / AP Photo/Jacquelyn Martin

Weniger als 24 Stunden vor der Parlamentswahl in Israel hat US-Präsident Donald Trump bestritten, mit einer möglichen erneuten öffentlichen Unterstützung für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befasst gewesen zu sein. Damit widersprach er Medienberichten, denen zufolge der israelische Regierungschef intensiv um eine weitere Wahlempfehlung aus Washington geworben haben soll.

Trump äußerte sich am Montag vor Journalisten, als er an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One ging. Auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Mississippi wurde er gefragt, ob ihn Netanjahu um eine zweite öffentliche Unterstützungserklärung gebeten habe. »Ich habe nie darüber gesprochen«, antwortete der Präsident.

Anschließend verwies Trump darauf, dass er sich bereits zweimal zugunsten des israelischen Regierungschefs geäußert habe. »Ich habe beide Empfehlungen veröffentlicht. Beide«, sagte er. Netanjahu habe sich als Ministerpräsident unter äußerst schwierigen Bedingungen sehr gut geschlagen, fügte Trump hinzu.

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Die Aussagen stehen im Widerspruch zu Informationen, die amerikanische Regierungsvertreter der »Jerusalem Post« gegeben hatten. Demnach soll Netanjahu nach seiner ersten Unterstützungserklärung durch Trump versucht haben, den amerikanischen Präsidenten zu einer weiteren öffentlichen Stellungnahme zu bewegen. Der Hintergrund: Die erste Empfehlung habe sich offenbar nicht in einem nennenswerten Aufschwung für Netanjahus Likud-Partei in den Umfragen niedergeschlagen.

Auch »Axios« berichtete über entsprechende Bemühungen. Demnach soll Netanjahu innerhalb von drei Tagen zweimal mit Trump telefoniert und ihn gebeten haben, sich erneut öffentlich hinter ihn zu stellen.

Dabei sei der israelische Regierungschef laut dem Bericht sogar so weit gegangen, mögliche Formulierungen für weitere Unterstützungserklärungen vorzuschlagen. Zudem habe er Trump gebeten, mit israelischen Journalisten zu sprechen, um dessen Rückhalt für ihn und seine Politik zu unterstreichen.

Netanjahus Likud-Partei dementierte. im

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