Medien

Israelischer Journalist erstmals im libanesischen TV

Barak Ravid Foto: Flash90

Der renommierte Journalist und Nahost-Experte, Barak Ravid, hat als erster Israeli einem libanesischen Fernsehsender ein Interview gegeben. Im Libanon steht seit 1955 per Gesetz jeglicher Kontakt mit Bürgern des jüdischen Staates unter Strafe. 

Ravid sprach am Freitag mit LBCI-Moderator Toni Mrad über die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah sowie über Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe. Auf die Frage nach aktuellen Verhandlungen sagte Ravid, die Gespräche seien noch im Gange. Die Ablehnung des jüngsten Waffenruhevorschlags durch die Hisbollah bewertete er als taktischen Schachzug, um die eigene Verhandlungsposition in den von den USA vermittelten Gesprächen zu stärken.

Ravid arbeitet unter anderem als Korrespondent für das US-Nachrichtenportal Axios und als politischer Kommentator für CNN

Der 46 Jahre alte Ravid gilt als außerordentlich gut vernetzt. Seine Schwerpunktthemen sind die amerikanisch-israelischen Beziehungen sowie die Diplomatie mit Schwerpunkt Nahost. Er arbeitet als Korrespondent für das US-Nachrichtenportal Axios, als politischer Kommentator für den US-Sender CNN sowie das israelische Nachrichtenportal Walla und den Fernsehsender Channel 12 News.

Das Boykottgesetz im Libanon vom 23. Juni 1955 verbietet jegliche direkte oder indirekte Interaktion von libanesischen Staatsbürgern oder Unternehmen mit israelischen Entitäten, Bürgern oder im Interesse Israels handelnden Personen. Da sich beide Staaten völkerrechtlich im Kriegszustand befinden, stuft die libanesische Justiz Verstöße als Kollaboration mit einem Feindstaat ein. dpa

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Israel

Dafür stehen die arabischen Parteien in Israel

Die arabisch geprägten Parteien in Israel haben bei der Parlamentswahl überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Wofür setzen sie sich ein, was sind ihre Ziele?

 28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026