Nahost

Israel meldet Zwischenfall nach Beginn der Waffenruhe

Nach Inkrafttreten der Waffenruhe kam es im Norden des Libanon bisher zu einem Zwischenfall. Foto: picture alliance / Anadolu

Wenige Stunden nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation Hisbollah ist es nach israelischen Angaben im Südlibanon zu einem Zwischenfall gekommen.

Die Armee teilte mit, Soldaten hätten »ein Fahrzeug mit mehreren Verdächtigen in einer Zone ausgemacht, in der Bewegung verboten ist«. Die Soldaten hätten Schüsse abgegeben, um sie am Weiterfahren zu hindern. Daraufhin hätten die Menschen das Gebiet wieder verlassen.

»Die israelische Armee wird gegen jeden vorgehen, der versucht, gegen die Waffenruhe-Vereinbarung zu verstoßen«, hieß es in der Mitteilung weiter.

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Der israelische Kan-Sender berichtete, acht Fahrzeuge und ein Motorrad mit Hisbollah-Mitgliedern seien in das Gebiet von Kafr Kila nahe der Grenze zu Israel gekommen. Die Armee habe sie mit Warnschüssen vertrieben.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, angesichts des Vorfalls in Kafr Kila habe er die Armee angewiesen, »entschlossen und kompromisslos gegen solche Phänomene vorzugehen«. Jede mit der Hisbollah identifizierte Person, die sich den verbotenen Zonen nähere, müsse festgenommen werden. Sollten die israelischen Truppen in Gefahr sein, müssten diese angreifen.

Eine von den USA und Frankreich vermittelte Waffenruhe war um 4.00 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MEZ) in Kraft getreten. Nach Medienberichten ist ein Rückzug der israelischen Bodentruppen aus dem Libanon binnen 60 Tagen vorgesehen. Die Hisbollah soll sich wiederum hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze zurückziehen. dpa/ja

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