Terror

Israel fängt Huthi-Rakete ab

Huthi-Terroristen in Sanaa (Archivfoto) Foto: picture alliance/dpa

Die israelische Luftabwehr hat nach Armeeangaben eine von Huthi-Terroristen aus dem Jemen auf Israel abgefeuerte Rakete abgefangen. Zuvor habe es in mehreren Gebieten in Israel Raketenalarm gegeben, teilt die Armee mit. Auch im Großraum Tel Aviv und in Jerusalem wurde Alarm ausgelöst. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erklärte auf Telegram, Ziel des Raketenangriffs sei der Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv gewesen. Zudem seien Drohnen Richtung »drei sensibler« Ziele in Israel geschickt worden. 

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz drohte daraufhin, die Miliz werde das gleiche Schicksal ereilen wie den Iran. »Nachdem wir den Schlangenkopf in Teheran geschlagen haben, werden wir auch die Huthi im Jemen schlagen«, sagte Katz nach Angaben seines Büros. »Wer die Hand gegen Israel erhebt – dem wird die Hand abgeschlagen.«

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, schrieb auf der Plattform X, man habe gedacht, es sei Schluss mit Raketen auf Israel, doch die Huthi hätten eine Rakete auf das Land abgefeuert. »Vielleicht müssen diese B-2-Bomber den Jemen besuchen!«, drohte er. Tarnkappenbomber des Typs B-2 waren bei den Angriffen der USA auf die iranischen Atomanlagen eingesetzt worden, um massive bunkerbrechende Bomben abzuwerfen. Das US-Militär verfügt als einziges über diese Flugzeuge. 

Kurz zuvor hatten auch extremistische Palästinenser aus dem Gazastreifen erneut zwei Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert. Die Geschosse seien ebenfalls von der Raketenabwehr abgefangen worden, hieß es in einer Mitteilung der Armee. 

Seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 greifen Mitglieder der Huthi-Miliz im Jemen Israel regelmäßig mit Raketen und Drohnen an - als Ausdruck ihrer Solidarität mit der islamistischen Hamas. Israels Luftwaffe reagierte darauf bereits häufiger mit Luftangriffen auf Ziele der Miliz im Jemen. Sowohl die Huthi-Miliz als auch die Hamas im Gazastreifen sind Verbündete des Irans. dpa/ja

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