Todesstrafe

Iran richtet angeblichen Mossad-Spion hin

Gegner des Mullah-Regimes protestieren in Berlin gegen die Todesstrafe (Archivbild) Foto: IMAGO/Future Image

Im Iran wurde am Montag ein Mann hingerichtet, der zuvor wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad verurteilt worden war.

Ismail Fekri sei gehängt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur »Tasnim« mit. Ein Gericht hatte ihn wegen »Krieg gegen Gott« und »Korruption auf Erden« verurteilt. Darunter versteht man in der Islamischen Republik schwere Vergehen gegen die nationale Sicherheit.

Fekri habe geheime und sensible Informationen an den Mossad verkauft, hieß es weiter. Darunter sollen auch Informationen über die Standorte und Aufgaben wichtiger Regierungseinrichtungen und die persönlichen Daten von Regimeoffiziellen gewesen sein. Ob diese Anschuldigungen stimmen, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Das Mullah-Regime richtet immer wieder unschuldige Menschen hin, darunter Oppositionelle oder Homosexuelle.

Der Oberste Gerichtshof hatte das Todesurteil bestätigt. mth

Nahost-Politik

CDU könnte Stopp deutscher Zahlungen an UNRWA beschließen

Am Wochenende findet der Bundesparteitag der CDU in Stuttgart statt. Beschlossen werden könnte auch ein Antrag zu deutschen Zahlungen an die Palästinenser, der es in sich hat

von Michael Thaidigsmann  18.02.2026

Kulturerbe

Die vergessenen Synagogen

In den Straßen Tel Avivs verbergen sich Hunderte ehemalige Bet- und Lehrhäuser – Zeugen einer orthodoxen Blütezeit, die heute nur noch wenigen bekannt ist

von Henry Jakubowicz  18.02.2026

Gaza

Fallschirmjäger stirbt durch Eigenbeschuss

Der 21-jährige Stabsunteroffizier Ofri Yafe, Angehöriger der Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger, wurde während einer Operation im Raum Chan Junis tödlich verletzt

 18.02.2026

Olympische Winterspiele

»Ganz Israel kann stolz sein«

Adam Edelman spricht im Interview über Israels Olympia-Premiere im Bob, Teamgeist und sportlichen Ehrgeiz

von Sabine Brandes  18.02.2026

Wirtschaft

Schekel auf 30-Jahres-Höhenflug

Kurzfristig könnten importierte Waren für Israelis billiger werden - für die Exportwirtschaft aber birgt starke Währung Gefahren

von Sabine Brandes  18.02.2026

Westjordanland

Rabbiner aus Siedlungen warnen vor Gewalt

Zehn geistliche Autoritäten erklärten, Übergriffe schadeten dem gesamten Siedlungsprojekt und könnten dessen Zukunft gefährden

 18.02.2026

Ramle

Magische Bootsfahrt unter der Erde

In einer versteckten Zisterne unter der Stadt schippert man durch 1200 Jahre Geschichte

von Sabine Brandes  17.02.2026

Tom Shoval

»Es ist schwer, den Kreis zu schließen«

Im Rahmen der Berlinale wird die Doku »A Letter to David« gezeigt, dieses Mal als komplette Version. Ein Interview mit dem Regisseur

von Katrin Richter  17.02.2026

Jerusalem

Während des Krieges: Israels Militär setzte auf großes Juristenteam

Kommandeuren standen während der Kämpfe bis zu 130 Juristen zur Seite, um operative Entscheidungen rechtlich abzusichern

 17.02.2026