Todesstrafe

Iran richtet angeblichen Mossad-Spion hin

Gegner des Mullah-Regimes protestieren in Berlin gegen die Todesstrafe (Archivbild) Foto: IMAGO/Future Image

Im Iran wurde am Montag ein Mann hingerichtet, der zuvor wegen angeblicher Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad verurteilt worden war.

Ismail Fekri sei gehängt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur »Tasnim« mit. Ein Gericht hatte ihn wegen »Krieg gegen Gott« und »Korruption auf Erden« verurteilt. Darunter versteht man in der Islamischen Republik schwere Vergehen gegen die nationale Sicherheit.

Fekri habe geheime und sensible Informationen an den Mossad verkauft, hieß es weiter. Darunter sollen auch Informationen über die Standorte und Aufgaben wichtiger Regierungseinrichtungen und die persönlichen Daten von Regimeoffiziellen gewesen sein. Ob diese Anschuldigungen stimmen, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Das Mullah-Regime richtet immer wieder unschuldige Menschen hin, darunter Oppositionelle oder Homosexuelle.

Der Oberste Gerichtshof hatte das Todesurteil bestätigt. mth

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