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Ikone, Geiseln, Gaza

Träumer mit Welterfolg: Rami Heuberger Foto: Flash 90

Ikone
Einer der bekanntesten Schauspieler Israels, Rami Heuberger, ist nach langer Krankheit gestorben. Er wurde 1963 in Tel Aviv geboren und studierte am »Nissan Nativ Acting Studio«. Die führenden Bühnen waren sein Zuhause, unter ihnen auch das Cameri-Theater. Internationale Anerkennung erlangte er erstmals 1993 mit seinem Auftritt in Steven Spielbergs Schindlers Liste als Joseph Bau. »Jeden Morgen ging ich auf dem Weg zur Schule am Cameri-Theater vorbei und träumte Träume. Aber wer hätte gedacht, dass ich einmal Schauspieler oder ein kultivierter Mensch werde? Ich bin nicht in einem solchen Umfeld aufgewachsen«, stellte er 2013 fest. Heuberger hinterlässt zwei Kinder aus erster Ehe und zwei aus seiner Beziehung mit der Tänzerin Dana Yahalomi.

Geiseln
Idan Shtivi ist endlich nach Hause zurückgekehrt – und seine Familie kann Abschied nehmen. Die Armee hatte Shtivis Leichnam und den von Ilan Weiss (56) am vergangenen Freitag in Gaza geborgen und nach Israel überführt. Im Chaos des Hamas-Angriffs am 7. Oktober 2023 verkörperte der 28-Jährige Heldenmut, als er alles unternahm, um Menschen zu retten. Auch Weiss hatte als Mitglied des Notfallteams im Kibbuz Be’eri versucht, die Bewohner vor den Terroristen zu schützen. Präsident Isaac Herzog würdigte die beiden: »Fast 700 Tage nach der brutalen Entführung ist dies ein Moment tiefster Trauer, aber auch des Abschieds.«

Gaza
Generalstabschef Eyal Zamir hat davor gewarnt, dass eine Einnahme von Gaza-Stadt zu einer israelischen Militärverwaltung führen werde. Dafür habe er in einer Sitzung des Sicherheitskabinetts Sonntagnacht die Regierung scharf kritisiert, berichtet unter anderem »Ynet«. »Ihr steuert mit eurem Plan auf eine Militärverwaltung zu. Begreift, was das bedeutet.« Die politische Führung habe keine Alternative für die Zeit nach dem Krieg vorbereitet, wird Zamir zitiert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte mehrfach angekündigt, dass nach der Zerstörung der Hamas ein arabischer Staatenverbund Gaza verwalten solle. Zamir sprach sich zudem für einen Deal zur Freilassung weiterer Geiseln aus. Die Abstimmung dazu wurde in der Sitzung abgelehnt.

Video
Das Büro des Premiers hat ein Terroristen-Video vom 7. Oktober 2023 zur Veröffentlichung außerhalb Israels freigegeben, das den Angriff auf eine Familie im Kibbuz Netiv Ha’asara zeigt. Darin bringt Gil Taasa zwei seiner Söhne zum Schutzraum. Als sie ankommen, wirft ein Terrorist eine Handgranate in den Eingang. Gil Taasa wird bei dem Versuch, seine Söhne zu schützen, getötet. Die verletzten Kinder wanken schließlich ins Haus, wo ein Terrorist sich seelenruhig eine Cola aus dem Kühlschrank nimmt. »Dieser Film sollte jedes anständige Herz brechen. Er sollte jede Lüge zum Schweigen bringen, die noch im Umlauf ist«, so der Premier.

Anerkennung
Premier Netanjahu hat erstmals den Völkermord des Osmanischen Reiches an Armeniern, Assyrern und Griechen im frühen 20. Jahrhundert öffentlich anerkannt. Die Armenier fordern die internationale Anerkennung seit Langem. Anschließend sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan, sein Land habe alle Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu Israel abgebrochen. Später stellte eine diplomatische Quelle klar: »Die Bemerkungen des Ministers beziehen sich auf israelische Regierungsflüge und Waffen- oder Munitionstransporte nach Israel. Dies gilt nicht für kommerzielle Transitflüge.« Später hieß es, der Abbruch der Beziehungen sei eine Reaktion auf den Gaza-Krieg.

Bericht
Israel hat die Autoren eines Berichts über eine Hungersnot in Teilen des Gazastreifens aufgefordert, diesen unverzüglich zurückzuziehen. Eden Bar Tal, Generaldirektor des Außenministeriums, sprach von einer »Fälschung« und warf der UN-nahen IPC-Initiative (Integrated Food Security Phase Classification) vor, durch methodische Verstöße ein politisch motiviertes Ergebnis herbeigeführt zu haben. Man erwarte eine sofortige und transparente Überprüfung und Überarbeitung des Berichts.

Propaganda
Israel hat den Tod des langjährigen Hamas-Sprechers Abu Obeida bestätigt. Nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz wurde der Propagandachef der Terrororganisation am Samstag bei einem Luftangriff in Gaza getötet. Abu Obeida war seit 2004 Sprecher der Hamas, war berüchtigt für seine psychologische Kriegsführung und zeichnete für Geisel-Videos sowie Aufnahmen der Massaker vom 7. Oktober verantwortlich.

Tel Aviv

Wahl in Israel beginnt mit Gedenken an Hamas-Opfer

Um 06.29 Uhr hielten Angehörige ihrer von palästinensischen Terroristen ermordeten Liebsten und ehemaligen Geiseln in Tel Aviv inne – genau zur Uhrzeit des Angriffs vor drei Jahren

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Jerusalem

Streit um Iran: Will Netanjahu den Generalstabschef entlassen?

Ejal Zamir soll sich als einziger ranghoher Sicherheitsvertreter gegen eine von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gewünschte Militäraktion gegen den Iran vor der heutigen Parlamentswahl ausgesprochen haben

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Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

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Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

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 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

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