Nahost

IDF zerschlägt Terrorzelle in Südsyrien

IDF-Soldaten ander Grenze zu Syrien Foto: copyright (c) Flash90 2025

Die israelische Armee hat in der Nacht zum Freitag eine größere Operation im syrischen Beit Dschinn abgeschlossen. Dabei wurden mehrere Mitglieder der Terrororganisation Jaama Islamiya getötet und zwei weitere Festgenommene nach Israel gebracht. Die Aktion wurde laut israelischen Medien zufolge von der 55. Reserve-Fallschirmjägerbrigade durchgeführt und richtete sich gegen eine Zelle, die nach Angaben des Militärs Angriffe auf Israel vorbereitet hatte.

Nach israelischen Informationen hatten die beiden festgenommenen Brüder in der Vergangenheit Raketen auf Israel abgefeuert. Geheimdienstliche Hinweise deuteten darauf hin, dass sie neue Attacken planten. Die Soldaten nahmen beide in ihrem Wohnhaus fest – noch bevor sie aktiv wurden, wie das Militär betont.

Auf dem Rückweg geriet der Konvoi in einen Hinterhalt. Bewaffnete Terroristen eröffneten das Feuer auf die israelischen Kräfte. Ein IDF-Fahrzeug wurde gezielt beschossen und blieb im Ort stecken. Die Besatzung musste das Fahrzeug zurücklassen. Später zerstörte die Luftwaffe den Humvee aus der Luft, um zu verhindern, dass er in die Hände der Terroristen fällt.

Schwere Verletzungen unter den israelischen Soldaten

Bei dem Gefecht wurden sechs Reservisten verletzt, drei davon schwer. Ein weiterer Soldat wurde mittelschwer verwundet, zwei erlitten leichte Verletzungen. Kampfretter und Hubschrauber der Luftwaffe brachten die Verletzten umgehend in israelische Krankenhäuser.

Lesen Sie auch

Noch während des Feuergefechts forderten die Bodentruppen Unterstützung aus der Luft an. Hubschrauber, Drohnen und Kampfflugzeuge griffen definierte Ziele der Terrorgruppe an. Panzer, die im Grenzgebiet auf Bereitschaft standen, unterstützten zusätzlich. Nach Angaben der Armee wurden mehrere Angreifer getötet.

Das israelische Militär betonte am Morgen: »Alle gesuchten Verdächtigen wurden festgenommen, eine Reihe bewaffneter Terroristen wurde eliminiert.« Die Operation habe ihr Ziel vollständig erreicht, hieß es weiter.

Syriens Medien sprechen von Toten durch israelische Luftangriffe

Syrische Staatsmedien berichten unterdessen, dass bei den israelischen Angriffen im Raum Beit Dschinn mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen seien. Eine offizielle Stellungnahme aus Jerusalem zu diesen Angaben gibt es nicht.

Beit Dschinn liegt rund elf Kilometer von der israelischen Grenze entfernt, unweit der Drusengemeinden am Fuß des Hermon. Die Gegend gilt seit Monaten als Rückzugsraum mehrerer bewaffneter Gruppierungen, die immer wieder versuchen, israelische Stellungen im Norden anzugreifen.

Militärkreise verweisen israelischen Zeitungen nach darauf, dass die IDF in den vergangenen Wochen mehrfach in Südsyrien aktiv gewesen ist, um Angriffe auf israelisches Territorium zu vereiteln. Die jetzt festgenommenen Brüder spielten laut Geheimdienstinformationen eine Schlüsselrolle in der lokalen Terrorstruktur. ja

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Nachrichten

Auszählung, Expats, Einmischung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo  28.10.2026

Israel

Dafür stehen die arabischen Parteien in Israel

Die arabisch geprägten Parteien in Israel haben bei der Parlamentswahl überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Wofür setzen sie sich ein, was sind ihre Ziele?

 28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026