Gazastreifen

Hamas will weiteren Geisel-Leichnam übergeben

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz übernimmt bei den Geiselfreilassungen den Transport von der Hamas zur israelischen Armee Foto: picture alliance / SIPA

Die israelische Armee (IDF) bereitet sich auf die Möglichkeit vor, dass die Terroristen der Hamas am Montagabend die Überreste einer Geisel an Israel zurückgeben könnte. Nach Angaben der Hamas hält die Gruppe weiterhin die sterblichen Überreste von 16 Geiseln.

Der Leichnam wurde den Terroristen zufolge ausfindig gemacht und werde zurückgegeben, sobald »die Lage vor Ort geeignet ist«, wie die Hamas am Sonntag ankündigte. Kurz zuvor hatten Hamas-Terroristen israelische Soldaten im südlichen Gazastreifen angegriffen. Die IDF reagierte mit Luftangriffen. Die Waffenruhe sei aber weiter in Kraft, so ein Sprecher der Armee.

Im Rahmen der vereinbarten Feuerpause hatte die Hamas in der vergangenen Woche die letzten 20 noch lebenden Geiseln freigelassen; dies erfolgte innerhalb von 72 Stunden nach dem Rückzug israelischer Truppen zur sogenannten Gelben Linie. Während der Feuerpause gab die Terrororganisation nach israelischen Angaben bereits die Überreste von zwölf getöteten Geiseln zurück. Zu den noch in den Händen von Hamas befindlichen Verstorbenen zählt demnach auch ein Soldat, der bereits während der Gaza-Kriege 2014 getötet worden war und damit der letzte Gefangene aus der Zeit vor den Massakern vom 7. Oktober 2023 ist.

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Schüsse an der Gelben Linie

Trotz weitgehend anhaltender Ruhe am Montagmorgen kam es entlang der Gelben Linie zu Zwischenfällen: Die IDF erklärte, Soldaten hätten in zwei aufeinanderfolgenden Vorfällen im Bereich der Shejaiya-Nachbarschaft auf palästinensische Kämpfer gefeuert, die die Waffenstillstandslinie überquert und eine »unmittelbare Bedrohung« für die Truppen dargestellt hätten. Palästinensische Medien berichteten, dabei seien zwei Menschen getötet worden.

In einem weiteren Zwischenfall griff die israelische Luftwaffe Kämpfer an, die sich nach Angaben des Militärs in der südlichen Stadt Khan Younis Truppen genähert hätten. Die IDF erklärte, Bodentruppen hätten die Angriffe befohlen, nachdem Personen identifiziert worden seien, die die Gelbe Linie überschritten und sich »in einer Weise genähert« hätten, die eine unmittelbare Gefahr dargestellt habe. ja

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