Israel

Gesundheitsminister positiv auf Corona getestet

Der ultraorthodoxe Politiker Yaakov Litzman Foto: Flash 90

Israels Gesundheitsminister Yaakov Litzman und seine Frau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, die beiden würden sich daher in Quarantäne begeben.

»Der Minister Litzman und seine Frau fühlen sich gut und werden angemessen behandelt«, hieß es in der Mitteilung. Der 71-jährige Litzman werde sein Amt weiter aus der Isolation ausfüllen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sei informiert.

Quarantäne Der Ministerpräsident musste sich daraufhin nach Angaben seines Büros erneut in Quarantäne begeben. Er hatte gerade erst am Mittwoch eine Selbstisolation beendet, nachdem eine seiner Mitarbeiterinnen am Coronavirus erkrankt war. Netanjahus Tests fielen jedoch negativ aus.

Der Regierungschef soll nun laut der Mitteilung seines Büros bis Mittwoch in Quarantäne bleiben. Laut Medienberichten hatten sich Litzman und Netanjahu zuletzt getroffen.

Mossad Die israelische Zeitung »Haaretz« berichtete, auch der Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Jossi Cohen, und der nationale Sicherheitsberater Meir Ben-Schabat müssen entsprechend der Vorschriften des Gesundheitsministeriums nach Kontakt mit Litzman in Quarantäne. Weitere Regierungsmitglieder könnten betroffen sein.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 6211 Personen in Israel nachgewiesen worden, 289 sind wieder genesen. 30 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.  dpa

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026

Hintergrund

Terror über den Wolken

Wie Pilot und Passagiere im Flug von Dubai nach Tel Aviv eine Katastrophe verhinderten

von Sabine Brandes  08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026

Meinung

Wenn Journalisten Terroristen sind – 170 Namen und eine unbequeme Wahrheit

Unser Autor reflektiert über die grundsätzliche Frage, was »Journalismus« in einem Gebiet bedeutet, das seit Jahren von einer totalitären Terrororganisation beherrscht wird

von Daniel Neumann  08.10.2026

7. Oktober

»Erinnern heißt auch, nach der Wahrheit zu suchen«

Bei der großen Gedenkveranstaltung im Hayarkon-Park standen die Opfer im Mittelpunkt – und die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchungskommission

von Sabine Brandes  08.10.2026

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026