Israel

Gesundheitsminister positiv auf Corona getestet

Der ultraorthodoxe Politiker Yaakov Litzman Foto: Flash 90

Israels Gesundheitsminister Yaakov Litzman und seine Frau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, die beiden würden sich daher in Quarantäne begeben.

»Der Minister Litzman und seine Frau fühlen sich gut und werden angemessen behandelt«, hieß es in der Mitteilung. Der 71-jährige Litzman werde sein Amt weiter aus der Isolation ausfüllen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sei informiert.

Quarantäne Der Ministerpräsident musste sich daraufhin nach Angaben seines Büros erneut in Quarantäne begeben. Er hatte gerade erst am Mittwoch eine Selbstisolation beendet, nachdem eine seiner Mitarbeiterinnen am Coronavirus erkrankt war. Netanjahus Tests fielen jedoch negativ aus.

Der Regierungschef soll nun laut der Mitteilung seines Büros bis Mittwoch in Quarantäne bleiben. Laut Medienberichten hatten sich Litzman und Netanjahu zuletzt getroffen.

Mossad Die israelische Zeitung »Haaretz« berichtete, auch der Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Jossi Cohen, und der nationale Sicherheitsberater Meir Ben-Schabat müssen entsprechend der Vorschriften des Gesundheitsministeriums nach Kontakt mit Litzman in Quarantäne. Weitere Regierungsmitglieder könnten betroffen sein.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 6211 Personen in Israel nachgewiesen worden, 289 sind wieder genesen. 30 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.  dpa

Nachrichten

Erfrischung, Iran, Design

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  24.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  24.06.2026

Nachruf

Der Mann, der die Farben bewegte

Yaacov Agam, Israels wohl berühmtester Künstler, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Bekannt wurde der Pionier der kinetischen Kunst vor allem durch seinen Brunnen auf dem Dizengoff-Platz in Tel Aviv

von Sabine Brandes  24.06.2026

Jerusalem

Schin Bet ermittelt wegen Betäubungsmitteln in Babynahrung

Seit einer Woche versuchen das israelische Gesundheitsministerium und die Polizei zu ergründen, wie Sedative in Babynahrung landen konnten. Jetzt ist auch der Inlandsgeheimdienst beteiligt

 24.06.2026

Massaker des 7. Oktobers

»Ich stehe hier nicht als Statistik, ich bin Überlebende«

Ilana Gritzewsky, ehemalige Geisel in Gaza und Überlebende sexualisierter Gewalt, sprach vor dem UN-Menschenrechtsrat

von Sabine Brandes  24.06.2026

Wahlkampf

»Neuer Gesellschaftsvertrag«: Bennett stellt Reformprogramm vor

Ein Schwerpunkt seines Plans liegt im Bildungsbereich. Bennett fordert ein System, das sich am Niveau privater Schulen orientiert, aber öffentlich finanziert bleibt

 24.06.2026

Genf/Jerusalem

Neuer UN-Bericht beschuldigt Israel schwer – Jerusalem weist Vorwürfe entschieden zurück

Der UNHRC bezichtigt den jüdischen Staat schwerer Verstöße bis hin zu einem angeblichen Völkermord. Die Israelis wehren sich

 24.06.2026

Israel

Schönheit mit Narben

Designer entwerfen Kleidung für kriegsversehrte Soldaten, um im öffentlichen Raum auf ihre Schicksale aufmerksam zu machen. Zu Besuch bei einer Modenschau in Tel Aviv

von Sabine Brandes  23.06.2026

Terrorgefahr

Schin Bet warnt vor möglichem Angriff auf Eilat im Stil des 7. Oktobers 

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes soll führende Mitarbeiter der Behörde angewiesen haben, mögliche Angriffsszenarien für die Hafenstadt im Süden zu untersuchen

 23.06.2026