Israel

Zwei Tote nach Raketenbeschuss – erneute Angriffe aus dem Iran

Israelische Abfangraketen werden am Samstag auf einfliegende iranische Projektile abgefeuert. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Nach stundenlanger relativer Ruhe haben am Montagvormittag erneut Raketenalarme in weiten Teilen Zentralisraels ausgelöst. Zwei Männer wurde von Trümmerteilen einer iranischen Rakete getötet. Weitere Personen wurden verletzt, wie der Sender Kanal 12 berichtete.

Die Warnsirenen ertönten in zahlreichen Gebieten, darunter im Großraum Tel Aviv sowie in Teilen des Westjordanlandes. Nach ersten Einschätzungen handelte es sich um eine Rakete mit Streumunition, deren Fragmente über mehrere Orte hinweg niedergingen.

Rettungskräfte berichteten von mehreren Einsatzstellen. Besonders schwer betroffen war ein Baugelände im Zentrum des Landes. Eine Sanitäterin des Rettungsdienstes sagte dem Fernsehsender: »Unmittelbar nach den Sirenen gingen bei uns mehrere Meldungen über verschiedene Einsatzorte ein, die wir sofort überprüften. An einer Baustelle fanden wir zwei Männer bewusstlos mit schweren Splitterverletzungen.«

Mehrere Alarmwellen

Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen habe man den Tod eines etwa 40 Jahre alten Mannes feststellen müssen, fügte sie hinzu. Der zweite Verletzte wurde zunächst in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht.

Auch an anderen Orten wurden Menschen durch herabfallende Trümmerteile verletzt. In der Stadt Holon stürzte zudem das Dach einer Sporthalle ein, nachdem Teile einer Rakete darauf gefallen waren. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, sich von der beschädigten Anlage fernzuhalten.

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Bereits zuvor waren im Laufe des Morgens wiederholt Sirenen im Norden und Süden Israels zu hören gewesen. Nach Militärangaben wurden mehrere Raketen aus dem Iran abgefeuert. Ein Teil der Geschosse konnte abgefangen werden, andere gingen in unbewohntem Gelände nieder.

Schulen teilweise geöffnet

Auch aus dem Libanon wurden Raketenstarts registriert, die ebenfalls Alarm in Grenzregionen auslösten. Verletzte wurden in diesen Fällen zunächst nicht gemeldet.

Seit Beginn der Nacht wurden im Norden des Landes mehr als ein Dutzend Alarmmeldungen registriert, darunter mehrere nach Raketenstarts aus dem Iran. Nach etwa einer Stunde anhaltenden Beschusses teilte der Zivilschutz mit, dass die Bewohner die Schutzräume wieder verlassen könnten.

Trotz der anhaltenden Sicherheitslage hat das Bildungsministerium beschlossen, den Unterricht in Regionen mit geringerem Risiko teilweise wieder aufzunehmen. Schulen in als sicher eingestuften Gebieten sollen demnach eingeschränkt öffnen. im

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