Nahost

Iran beschießt Nordisrael - israelische Luftwaffe attackiert Basidsch-Milizen

Diese Satellitenaufnahme vom Sonntag zeigt erhebliche Schäden am Flughafen von Isfahan. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat sich in der Nacht erneut ausgeweitet. Nach Angaben des israelischen Militärs wurden mehrere Raketen aus dem Iran auf den Norden Israels abgefeuert. Mindestens ein Geschoss sei nach ersten Einschätzungen abgefangen worden, teilte die Armee mit. Sirenen hatten zuvor in zahlreichen Orten Alarm ausgelöst.

Direkte Einschläge oder Verletzten im Norden habe es nicht gegeben, erklärten Zivilschutzbehörden. Sie gaben später Entwarnung und teilten mit, Bewohner könnten ihre Schutzräume wieder verlassen.

Gleichzeitig setzte die libanesische Terrororganisation Hisbollah ihre Raketenangriffe auf israelische Grenzorte fort. Besonders im Raum Kirjat Schmona wurden erneut Warnsirenen ausgelöst.

Angriffe auf Energieanlagen im Golf

Parallel zu den Angriffen auf Israel trafen iranische Drohnen nach Angaben von Behörden eine zentrale Energieanlage im Golfstaat Bahrain. Bei dem Angriff auf die große Raffinerieanlage des Landes brach ein Feuer aus, es entstand Sachschaden. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Das staatliche Energieunternehmen Bahrains erklärte wegen der Auswirkungen des Angriffs und des regionalen Konflikts einen Fall höherer Gewalt für seine Lieferverpflichtungen. Die Versorgung des heimischen Marktes sei jedoch weiterhin gesichert.

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Auch Saudi-Arabien meldete in den frühen Morgenstunden neue Drohnenangriffe. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden Flugkörper im Norden des Landes sowie nahe des großen Ölfeldes Shaybah abgefangen. Zuvor waren bei einem Angriff in der Stadt Al-Kharj zwei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt worden.

Israel greift Ziele im Iran und im Libanon an

Riad verurteilte die iranischen Attacken scharf und bezeichnete sie als »verwerfliche Aggression«. Solche Angriffe seien unter keinen Umständen zu rechtfertigen, erklärte das Außenministerium.

Die israelische Armee setzte derweil ihre Luftangriffe gegen militärische Einrichtungen im Iran fort. Nach Militärangaben wurden in der Stadt Isfahan mehrere Stützpunkte der Revolutionsgarden sowie Einrichtungen der Basidsch-Miliz getroffen. Auch Raketenstellungen und eine Anlage zur Herstellung von Raketentriebwerken seien angegriffen worden.

Zudem kündigte das Militär neue Luftschläge im Süden Beiruts an. Die Angriffe sollen sich gegen Einrichtungen der Organisation Al-Qard al-Hasan richten, die von der Hisbollah als eine Art Finanznetzwerk genutzt wird. Ein israelischer Armeesprecher rief die Bewohner der betroffenen Viertel auf, ihre Häuser zu verlassen. »Die Armee beabsichtigt nicht, Ihnen zu schaden«, sagte er.

Drohnenangriffe auch im Irak

In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde unterdessen eine Drohne abgeschossen, die sich einem US-Militärstützpunkt am internationalen Flughafen näherte. Nach Angaben einer Sicherheitsquelle gab es keine Schäden oder Verletzten. Wer hinter dem Angriff steckt, war zunächst unklar.

Die militärische Lage bleibt angespannt. In Zypern plant die Türkei nach Medienberichten die Verlegung von sechs Kampfflugzeugen des Typs F-16 in den Norden der Insel, um dort die Verteidigung zu verstärken. im

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