Gaza/Tel Aviv

Ehemalige Hamas-Geisel berichtet über schwerste Misshandlung

Omer Wenkert Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Die freigelassene Hamas-Geisel Omer Wenkert hat über zutiefst traumatische Erlebnisse am 7. Oktober 2023 und während der Geiselhaft berichtet.

Während des Hamas-Massakers im israelischen Grenzgebiet habe er sich mit anderen jungen Menschen in einem Schutzraum versteckt, erzählte der 23-Jährige dem israelischen TV-Sender N12. Terroristen hätten immer wieder Handgranaten in den bunkerartigen Raum geworfen. »Ich sehe Leichen, schreiende Menschen.«

Die Angreifer hätten auch in den Raum geschossen und ein Feuer gelegt. »Ich habe mich mit Leichen zugedeckt, um mich zu schützen.« Seine Freundin Kim, mit der er am Nova-Musikfestival teilgenommen hatte, wurde ermordet. Nachdem Wenkert den Bunker verlassen hatte, um nicht zu verbrennen, wurde er von palästinensischen Terroristen verschleppt.

Schlimmste Demütigung

Nach der Entführung in den Gazastreifen sei er nur mit Unterhose bekleidet durch dicht bevölkerte Wohngebiete gefahren worden, erzählte Wenkert. »Um mich herum war eine Menschenmasse, die mich mit Ziegelsteinen und Eisenstangen angegriffen hat, mit allem, mit dem man zuschlagen kann«, berichtete er.

Lesen Sie auch

Unter den mehreren Hundert zivilen Angreifern seien auch Kinder gewesen. Ein etwa dreijähriges Kind auf den Schultern seines Vaters habe sich an den Schlägen beteiligt. Es seien Momente schlimmster Demütigung gewesen.

Während der Geiselhaft hätten ihn die Terroristen in einen winzigen unterirdischen Raum mit etwa einem Meter Durchmesser gesperrt. Dort hätten sie ein Loch gegraben, in dem er seine Notdurft verrichten musste. Immer wieder sei es zu Demütigungen und Misshandlungen gekommen.

Schlimmster Moment

Er habe etwa vergammeltes Essen bekommen und sei mit Parasitenspray eingesprüht worden. »Sie sprühten auf mein Gesicht, meinen Körper, mein Geschirr und meine Zahnbürste.«

»An meinem Geburtstag wurde ich mit einer Eisenstange auf den Kopf geschlagen«, erzählte er. »Ich sagte mir, dies ist der schlimmste Moment meines Lebens.« Weinend habe er sich dann selbst zum Geburtstag gewünscht, »dies zu überleben«.

Nach 505 Tagen Geiselhaft war Wenkert im vergangenen Monat im Rahmen einer Waffenruhe-Vereinbarung mit den Hamas-Terroristen freigekommen.

Tel Aviv/Lod

Ben Gurion Airport: Nur jeder dritte Flug startet pünktlich

Die auf dem Flughafen geparkten Tanker der US-Luftwaffe sind nur einer von mehreren Gründen für ständige Verspätungen

 31.07.2026

Libanon

Reaktion auf Drohnenangriff: Israel sprengt Hisbollah-Tunnelsystem

Auslöser für die nun erfolgte Zerstörung sei ein Drohnenangriff der Hisbollah am Mittwoch gewesen, erklären Ministerpräsident Netanjahu und Verteidigungsminister Katz

 31.07.2026

Großbritannien

Hackney will Städtepartnerschaft mit Haifa beenden

Ratsherr Simche Steinberger wirft der Ratsmehrheit vor, die sechs jüdischen Ratsmitglieder überhaupt nicht konsultiert zu haben

 31.07.2026

Tel Aviv

»Und dann musste ich mein eigenes Grab schaufeln«

Über zwei Jahre lang war Evyatar David in Gewalt der Hamas. Jetzt berichtet er davon, wie er – ausgezehrt und geschwächt – sein eigenes Grab ausheben musste

 31.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  30.07.2026

Kairo

Verhandler sollen Fortschritte bei Hamas-Entwaffnung gemacht haben

Die Hamas signalisiert Bereitschaft, ihre Waffen unter Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung zu stellen. Im Gegenzug fordert sie einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen

 30.07.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Investition

Finanzierung für Stadtbahn im Norden steht

Von Haifa nach Nazareth mit der Bahn? Ab 2029 soll dies möglich sein. Das Projekt kostet viel Geld

 30.07.2026

Gaza

Zukunft ungewiss

Seit Monaten stagniert Trumps Gaza-Plan. Können ein israelisches Pilotprojekt in Rafah und das versprochene Ende der Hamas-Regierung daran etwas ändern? Eine Analyse

von Joshua Schultheis  30.07.2026