Basketball

Deutscher Weltmeister Daniel Theis geht nach Israel

Daniel Theis im März 2026 bei einem EuroLeague-Spiel seines Ex-Klubs Monaco
Daniel Theis im März 2026 bei einem EuroLeague-Spiel seines Ex-Klubs Monaco Foto: picture alliance / SIPA

Er ist zwei Meter vier groß, Welt- und Europameister und wurde mit den berühmten Boston Celtics einst Vize-Meister in der nordamerikanischen Profiliga National Basketball Association (NBA): Daniel Theis.

Der Center spielte in der Jugend bei Braunschweig mit Superstar Dennis Schröder, wurde später dreimal Deutscher Meister, wechselte 2017 in die USA und spielte insgesamt acht Jahre im gelobten Land des Basketballs.

2023 gelang Theis mit der deutschen Nationalmannschaft der Sensationserfolg bei der WM: Nach einem Halbfinalsieg gegen die USA gewannen die Deutschen auch das Endspiel gegen Serbien und wurden Weltmeister. 2025 folgte der Europameistertitel.

»Er weiß, was es heißt zu gewinnen.« Maccabi-Trainer Oded Katash

Nach anderthalb Jahren bei der AS Monaco wollte Theis in diesem Sommer eigentlich zum französischen Klub ASVEL Villeurbanne wechseln. Doch der Lyoner Verein geriet in finanziellen Schwierigkeiten.

Da schlug Maccabi Tel Aviv zu: »Das ist ein sehr wichtiger Spieler für uns«, zitiert das Fachmagazin »Basketball-World« den Maccabi-Vorsitzenden Shimon Mizrahi. Trainer Oded Katash ergänzte: »Theis bringt viel Erfahrung mit und hat schon jedes Level im Basketball gesehen. Er weiß, was es heißt zu gewinnen.«

Nach Information von Basketball-World hatten mehrere EuroLeague-Teams um den 34-Jährigen gebuhlt, der sich nun aber für Maccabi entschied - und das für gleich zwei Jahre. Die Israelis waren im Vorjahr Zwölfter geworden und werden wohl auch in der kommenden Saison aufgrund der politischen Lage im Land zunächst an einem neutralen Standort (im Vorjahr: Belgrad) ihre Heimspiele austragen.

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Auf dem Instagram-Account »Die mit den Dunks«, der von zwei ARD/ZDF-Formaten betrieben wird und über 100.000 Follower hat, hagelte es unter der Meldung über den Wechsel sogleich jede Menge israelfeindliche Kommentare: »#freepalestine #freelibanon«, schrieb ein User, ein anderer meinte: »Gefällt mir garnicht«, ein dritter: »Oh man, muss das sein? Free (Wassermelonenemoji)!«.

Auch NS-Relativierung wurde betrieben: »Stell dir vor du spielst Basketball und würdest 1940 oder so zu Nazi-Deutschland Wechseln« (sic), kommentierte jemand - 41 anderen Instagram-Usern gefiel der Kommentar. Ähnlich sieht es auf dem Account von Theis selbst aus. Doch nicht alle schlossen sich diesem Tenor an: »Starke Mannschaft in einem schönen Land. Viel Erfolg Daniel«, schrieb ein Fan. alo

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