Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Ein israelischer und ein deutscher Soldat bei einer gemeinsamen Übung in Nordrhein-Westfalen (Archivfoto) Foto: picture alliance /

Die Bundeswehr und Israels Armee streben eine engere Zusammenarbeit an. Ziel sei »die Weiterentwicklung des Heeres«, sagte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, bei einem Besuch in Israel. Der Austausch mit der israelischen Armee soll der Bundeswehr demnach unter anderem dabei helfen, Frauen ins Militär zu integrieren. Israel ist eines der wenigen Länder weltweit, in denen auch für Frauen eine Wehrpflicht gilt. Immer mehr Soldatinnen dienen in der israelischen Armee auch in Kampfeinheiten. 

Vorbild auch bei Reservedienst

Die Bundeswehr will laut dem Generalleutnant auch über die Bedeutung von Reservesoldaten Erkenntnisse gewinnen. Der jüdische Staat ist vor allem in Krisenzeiten sehr auf seine Reservisten angewiesen. Für den Gaza-Krieg mobilisierte die israelische Armee Hunderttausende von ihnen. 

Wegen der Bedrohung durch Russland will die Bundeswehr neben der Zahl der aktiven Soldaten auch die Zahl ihrer Reservisten der Bundeswehr deutlich steigern. Insgesamt gebraucht werden 460.000 Soldaten, rund 260.000 in der stehenden Truppe und 200.000 Reservisten. Derzeit gibt es mehr als 180.000 aktive Soldaten und laut Jahresbericht der Wehrbeauftragten rund 50.000 Reservisten.

Engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung

Die Armeen beider Länder wollen sich laut Freuding außerdem über Richtlinien bei Einsätzen austauschen. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung sowie bei Übungen geplant. »Wir werden durch Austauschprogramme für Soldatinnen und Soldaten die deutsch-israelische Freundschaft weiter festigen«, sagte der Generalleutnant am Dienstagabend. Eine gemeinsame Übung sei im Herbst geplant.

Eine kürzlich beschlossene »Vereinbarung zwischen dem israelischen und dem deutschen Heer« sei »die erste ihrer Art«, so Freuding. Sie bekräftigt seinen Angaben zufolge auch das Versprechen Deutschlands, für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels einzutreten. dpa

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