Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Ein britischer Kampfjet (Stockfoto) Foto: picture alliance / NTB

Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von »zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen«. Dabei seien auch zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden, wo britische Soldaten stationiert sind. »Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren«, sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine »sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime« gebe, das in der gesamten Region um sich schlage.

Lesen Sie auch

Großbritannien beteiligt sich im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz, wie Premierminister Keir Starmer mitgeteilt hat. Healey erläuterte, dass britische Flugzeuge Drohnen und Raketen aus dem Iran abschießen, wenn sie diese sehen. Die entsprechenden Einheiten starteten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. »Wenn ich also davon spreche, dass Großbritannien im Rahmen koordinierter regionaler Verteidigungsoperationen eine Rolle bei der Stärkung der regionalen Stabilität spielt, dann meine ich genau das«, so Healey. 

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Er warnte außerdem, dass iranische Kommandeure offensichtlich zunehmend ihre eigenen Ziele auswählen, da das Land »die Kontrolle über seine Befehls- und Kommandostrukturen verliert«. dpa, ja

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein…«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026