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Tel Aviv

Bericht: Generalstabschef spricht sich für Annahme von Geisel-Deal aus

Generalstabschef Ejal Zamir Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hat laut einem Medienbericht eindringlich vor den Gefahren einer Einnahme der Stadt Gaza gewarnt. Der israelische TV-Sender Channel 13 berichtete, er habe dazu gedrängt, einen Vermittlungsvorschlag über eine Gaza-Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln im Gegenzug für palästinensische Häftlinge anzunehmen. 

Laut dem Bericht sagte der Militärchef: »Es liegt ein Deal auf dem Tisch, es ist der verbesserte Witkoff-Deal. Wir müssen ihn annehmen. Die Armee hat die Bedingungen für einen Geisel-Deal geschaffen, jetzt liegt es in den Händen Netanjahus.« Er habe gewarnt, eine Einnahme der Stadt Gaza würde das Leben der Geiseln gefährden. 

Channel 13 berichtete, Zamir habe die Äußerungen beim Besuch eines Marine-Stützpunktes in Haifa gegenüber Kommandeuren gemacht. Hamas-Terroristen könnten die Geiseln ermorden oder »mit ihnen Selbstmord begehen«, habe er gewarnt. Insgesamt werden noch 50 Geiseln im Gazastreifen festgehalten, offenbar sind nur noch 20 von ihnen am Leben. 

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In ihrer offiziellen Mitteilung zu dem Besuch zitierte die Armee Zamir lediglich mit der Aussage, die Armee habe durch militärischen Druck die Bedingungen für die Befreiung der Geiseln geschaffen. 

Zamir hatte die Einsatzpläne für eine Einnahme der Stadt Gaza wie gefordert ausgearbeitet, die politische Führungsspitze hat diese bereits gebilligt. Für September sind rund 60.000 weitere Reservisten einberufen worden. Es hatte aber bereits zuvor Berichte über eine kritische Haltung Zamirs gegenüber den Plänen der Netanjahu-Regierung gegeben. 

Die Hamas hatte vor einer Woche erklärt, sie habe einem neuen Vermittler-Vorschlag für eine Waffenruhe zugestimmt. Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um eine angepasste Fassung eines zuvor bereits verhandelten Vorschlags des US-Sondergesandten Steve Witkoff. Dieser sieht eine 60-tägige Waffenruhe vor, während der zunächst zehn Geiseln im Gegenzug für palästinensische Häftlinge freikommen.

Israels Regierung will, dass alle Geiseln auf einmal freikommen. Sie werden von der Hamas ausgehungert, gefoltert und auch ermordet, wie aus von den Terroristen selbst veröffentlichten Videos, aber auch aus Berichten früherer Geiseln hervorgeht. dpa/ja

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