Jerusalem

Benjamin Netanjahu will 2026 wieder kandidieren

Benjamin Netanjahu in der Sendung »Die Patrioten« auf dem israelischen TV-Kanal 14 Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Jerusalem

Benjamin Netanjahu will 2026 wieder kandidieren

Der Ministerpräsident zeigt sich auch bezüglich der nächsten Wahlen selbstbewusst

 20.10.2025 12:52 Uhr

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Wochenende offiziell bekanntgegeben, dass er bei den bevorstehenden Parlamentswahlen 2026 erneut antreten wird. In einem ausführlichen Interview in der Sendung »Die Patrioten« auf dem TV-Kanal »Channel 14« äußerte er sich zu den zentralen Momenten seiner Amtszeit, zu Spannungen mit Washington und zu seiner Sicht auf den Krieg in Israel und Gaza.

Netanjahu bezeichnete den Konflikt in Gaza als »den Krieg der Wiedergeburt« und betonte, dass dieser Israel gestärkt und die Widerstandsfähigkeit der Nation gezeigt habe. Er würdigte »den Mut der Soldaten und der Verwundeten«. Die jüngsten militärischen Erfolge seien nach »schwierigen, aber gerechten Entscheidungen« sowie einer engen Abstimmung mit US-Präsident Donald Trump erfolgt.

Netanjahu erklärte außerdem, der Kampf werde weitergeführt, »bis alle Geiseln befreit sind und die Hamas entwaffnet ist«. Bezüglich des Libanon verteidigte er den israelischen Schlag gegen den Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah als »entscheidenden Moment, um die Achse des Bösen zu brechen«, räumte jedoch ein, dass einige Berater vor einer möglichen iranischen Vergeltung gewarnt hatten.

Lesen Sie auch

Zu den diplomatischen Spannungen mit Washington sagte Netanjahu, es habe zwischen ihm und der Biden-Administration Reibungen gegeben, insbesondere sei die Lieferung von Waffen zeitweise gestoppt worden. »Ich sagte (US-Außenminister Antony, Anm. d. Red.) Blinken: wenn uns die Munition ausgeht, kämpfen wir mit bloßen Händen«, so Netanyahu.

Kritik an den Geiselverhandlungen wies er zurück und betonte, dass frühere Berichte, wonach Donald Trump die Bedingungen diktiert habe, nicht zutreffen. Vielmehr habe man »gemeinsam an einer für Israel vorteilhaften Lösung gearbeitet«.

Zum Abschluss des Interviews ging Netanjahu auf persönlicher Ebene auf seine Frau Sara ein: »Sie ist meine Löwin, eine unerschöpfliche Quelle des Mutes.«

Der Premier zeigte sich zuversichtlich, seine Kandidatur erfolgreich zu gestalten, und erklärte selbstbewusst: »Ich werde gewinnen.« im

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nachrichten

Umwelt, Anerkennung, Bücher

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  02.07.2026

1000 Tage

Tausende Stimmen gegen das Vergessen

Die Hebräische Universität und Edut 710 schaffen ein KI-gestütztes Archiv, das die Zeugnisse des 7. Oktober bewahrt

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

5800 Juden wollen in diesem Sommer Alija machen

Das Interesse, nach Israel überzusiedeln, ist ungebrochen groß: Im Juli und August werden zahlreiche Neubürger erwartet, vor allem aus Frankreich und den USA

 02.07.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  02.07.2026

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  02.07.2026