Das Interesse in der jüdischen Diaspora, nach Israel auszuwandern, ist ungebrochen hoch. Im Juli und August sollen fast 5800 neue Olim (Einwanderer) im Land eintreffen, wie die Zeitung »Israel Hayom« am Donnerstag vermeldete. Besonders viele der Neubürger im jüdischen Staat stammen aus Frankreich, gefolgt von den amerikanischen Juden.
Die Jewish Agency for Israel, die Regierung und verschiedene Hilfsorganisationen bieten den Zuwanderern Unterstützung für ihre ersten Schritte im neuen Leben an. Neben Hebräisch-Kursen umfasst das Angebot auch Beratung bei der Job- und der Wohnungssuche.
Der Minister für Alija und Integration, Ofir Sofer, erklärte gegenüber »Israel Hayom«, die neuen Olim leisteten einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum, zum Gesundheitswesen, zur Wissenschaft und für die Landesverteidigung. Der Vorsitzende der Jewish Agency, Doron Almog, nannte die Alija einen »Beleg für die Widerstandsfähigkeit des jüdischen Volkes«.
In Israel leben laut Statistikamt mittlerweile mehr als 10,2 Millionen Menschen, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jedes Jahr machen rund 50.000 Menschen Alija. Allerdings verlassen auch Zehntausende das Land; 2025 lag die Zahl derer, die Israel den Rücken kehrten, bei fast 70.000. Doch zusätzlich zu den Olim gibt es auch Israelis, die nach Hause zurückkommen.
Die Sommermonate sind traditionell die »Hauptsaison« für die Alija, insbesondere für Familien mit Kindern, weil so Schulwechsel und Umzug einfacher sind. mth