Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Ausgezeichnete Waffe: die Uzi Foto: Thinkstock

Billigflüge
Mit »Up« zum Billigtarif ins Heilige Land. Ab März des kommenden Jahres soll das möglich sein. Statt sich weiterhin dagegen zu wehren, will die israelische Fluglinie EL AL nun auf dem Markt der günstigen Flieger mitmischen. Die Entscheidung ist Resultat des »Open Skies«-Abkommens zwischen Israel und Europa. EL-AL-Geschäftsführer Eliezer Schkedi kündigte an, dass wöchentlich elf Flüge angeboten werden sollen, darunter von und nach Prag, Kiew, Budapest und auch Berlin. Viele Routen für Geschäftsreisende, etwa Frankfurt und London, indes sollen im üblichen EL-AL-Tarif verbleiben. Wie bei vielen anderen Billiglinien wird der günstige Preis auch bei »Up« vor allem durch die Reduzierung verschiedener Serviceleistungen zustande kommen. Für Verpflegung, Gepäckaufgabe und anderes sollen dann Extragebühren verlangt werden.

raubkunst
Der Umgang Deutschlands mit dem Kunstfund von München wird auch in Israel kritisiert. Der stellvertretende Außenminister Zeev Elkin erklärte am Sonntag, der jüdische Staat habe beantragt, an den Ermittlungen beteiligt zu werden. Derzeit wird von deutschen Behörden untersucht, ob bis zu 590 der 1400 Kunstwerke von den Nazis geraubt wurden. Mehrere Erben einstiger jüdischer Sammler haben bereits Anspruch auf verschiedene Bilder angemeldet. Elkin schlug zudem vor, Deutschland solle diejenigen Werke, die einst in jüdischem Besitz waren, für die sich aber kein Erbe mehr findet, an Museen in Israel oder jüdische Museen in Deutschland übergeben.

manöver
Eine Botschaft an den Iran? Im Mai des kommenden Jahres werden Israel und die USA ein großes gemeinsames Manöver abhalten. Das behauptet zumindest ein Bericht im Time Magazine. Ein ranghoher israelischer Beamter soll ausgeplaudert haben, dass die Militärübung eine Nachricht an das Teheraner Regime sein soll. Zeitlich ist sie genau zum Ende der sechsmonatigen Frist nach dem Abkommen zwischen der internationalen Gemeinschaft und dem Iran geplant. Noch hat das israelische Verteidigungsministerium den Bericht nicht kommentiert. Die Regierung in Jerusalem protestiert scharf gegen die Übergangsvereinbarung mit dem Iran.

rüstung
Aus für die Uzi. Der Rüstungskonzern Israel Military Industries (IMI) wird privatisiert, die Produktion der Waffe eingestellt. Bekannt wurde IMI vor allem durch die Herstellung der Maschinenpistole mit Namen Uzi, einem einfach konstruierten Rückstoßlader mit feststehendem Lauf. »Seit Jahren überfällig« sei die Aufspaltung, sagte Verteidigungsminister Mosche Jaalon. Nach einer Sitzung des Ministerkomitees für Privatisierungen war die Entscheidung bekannt gegeben worden. »IMI stellt zwar ausgezeichnete Ausrüstung her, die hohen Verluste erlaubten den Fortbestand aber nicht«, so Jaalon.

beschneidung
Um die 100 Euro täglich soll eine Mutter zahlen, weil sie sich weigert, ihren Sohn beschneiden zu lassen. Der Vater hatte während des laufenden Scheidungsverfahrens Anzeige erstattet, da er das jüdische Ritual vornehmen lassen will. Daraufhin entschied ein rabbinisches Gericht in Netanja, dass die Frau Strafe zahlen muss. Das Kind, mittlerweile ein Jahr alt, ist nach wie vor nicht beschnitten. Seine Mutter machte deutlich, dass sie »nicht das Recht hat, das Organ ihres Sohnes zu verstümmeln«. Das Gericht indes meint, dass die Frau die Beschneidung verweigert, sei eine Waffe im Scheidungskampf. Der Anwalt der Angeklagten argumentiert, dass das Gericht überhaupt keine Befugnis habe zu entscheiden, dass das Kind beschnitten werden muss.

japan
Jedes Jahr wird der Preis an jemanden verliehen, der das Verständnis zwischen den Kulturen fördert. Diesmal geht die Auszeichnung des japanischen Kulturinstituts an den israelischen Historiker Ben-Ami Shillony. Japan, as I see it ist zunächst auf Hebräisch erschienen und mittlerweile ins Japanische übersetzt worden. Das Buch behandelt verschiedene Aspekte des Lebens im Land der aufgehenden Sonne. Erklärt wird etwa, warum junge Japanerinnen nicht heiraten wollen, warum viele wohlhabende Landsleute depressiv sind, fragt aber auch, ob Juden und Japaner Ähnlichkeiten haben oder völlig verschieden sind. Shillony ist Professor für japanische Geschichte und Kultur an der Hebräischen Universität Jerusalem.

arbeitspartei
Jetzt will er Geschichte schreiben. Nach seinem überragenden Sieg bei den Vorwahlen, der ihn zum neuen Vorsitzenden der Arbeitspartei machte, hat Itzhak Herzog nun offenbar vor, Frieden zu schließen. Am Sonntag reiste er nach Ramallah und traf sich mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Das Treffen hinter verschlossenen Türen sei das »erste von vielen« gewesen, verkündeten Mitarbeiter von Herzog. Der Politiker selbst erklärte: »Mein Eindruck ist, dass wir einen Partner haben, der für den Frieden weit geht, der kreative und mutige Entscheidungen in wichtigen Angelegenheiten treffen will.«

Gaza/Jerusalem

IDF übt scharfe Kritik an »Naza« und weist Vorwurf zum angeblich genehmigtem Angriff auf 500 Zivilisten zurück

»Die IDF haben niemals einen Angriff geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es von der Armee

 14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

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Offener Brief

Javier Bardem und ich

Ich habe dich als neugierig, warmherzig, offen für den Menschen vor dir kennengelernt. Wenn du über Israel sprichst, erkenne ich dich nicht wieder – und sehe nur noch blindwütigen Hass

von Gabriella Meros  13.09.2026

Meinung

Wie London die Verweigerungshaltung der Palästinenser belohnt

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  13.09.2026 Aktualisiert

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

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Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026