Gaza

Angeblich von der Armee getöteter Junge taucht wieder auf

Nach zwei Jahren Krieg sind große Teile des Gazastreifens zerstört Foto: picture alliance / Anadolu

Ein angeblicher Todesfall, der weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, hat sich als gezielte Fehlinformation herausgestellt: Ein achtjähriger Junge, von Medien und Hilfsorganisationen bereits als Opfer der israelischen Armee bezeichnet, lebt. Der amerikanische Sender Fox News berichtete zuerst über den Fall. Er konnte gemeinsam mit seiner Mutter nach monatelangem Versteckspiel in Sicherheit gebracht werden.

Der Junge, offiziell als Abdul Rahim Muhammad Hamden identifiziert, war in internationalen Berichten als »Amir« bezeichnet worden. Ein ehemaliger Mitarbeiter einer Hilfsorganisation hatte behauptet, er sei im Mai von israelischen Soldaten an einem Hilfsgüter-Standort erschossen worden.

Internationale Medien griffen die Geschichte auf, darunter auch die BBC. Für Israel war dies ein weiterer schwerwiegender Vorwurf – und für viele Beobachter ein vermeintlicher Beweis für angebliche Kriegsverbrechen.

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Aufenthaltsort geheim

Wie aus dem Fernsehbericht hervorgeht, setzten Hamas-Terroristen die Familie des Jungen massiv unter Druck. Seine Mutter schilderte, dass sie ihren Sohn immer wieder verstecken musste, um ihn vor den Fängen der Terrororganisation zu bewahren. Erst durch die Hilfe der Gaza Humanitarian Foundation (GHF), unterstützt von US-Veteranen und in Abstimmung mit der US-Botschaft in Israel, gelang es, die beiden aus dem Gazastreifen zu retten. Ihr Aufenthaltsort wird aus Sicherheitsgründen geheimgehalten.

»Mein Sohn und ich haben viel gelitten. Aber wir danken Gott und allen, die uns geholfen haben«, sagte die Mutter in einem Interview mit Fox News. Der Junge selbst sprach voller Vorfreude auf ein Leben in Freiheit: »Außerhalb des Gazastreifens ist es schön.«

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Die GHF bestätigte, die Angaben des früheren Mitarbeiters seien falsch. Dieser hatte behauptet, Zeuge eines angeblichen Schusses der IDF auf den Jungen geworden zu sein. Israel hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Mit den jüngsten Enthüllungen ist klar: Die Anschuldigungen entbehrten jeder Grundlage.

Gezielte Falschmeldngen

Gesichtsanalysen, biometrische Daten und Interviews mit Familienangehörigen bestätigten die Identität des Kindes. Auf Bildern war Hamden kurz vor seiner Rettung sogar fröhlich mit Helfern zu sehen – ein scharfer Kontrast zu den Berichten, er sei längst tot.

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Der GHF-Vorsitzende Johnnie Moore erklärte: »Wir sind überglücklich und tief erleichtert, dass Aboud lebt. Doch während wir uns freuen, dürfen wir nicht vergessen, dass diese Lüge durch die Weltpresse und bis in den US-Kongress getragen wurde. Es hätte auch tragisch enden können.« Moore mahnte: »Wenn ein Kinderleben auf dem Spiel steht, müssen Fakten mehr zählen als Schlagzeilen.« im

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