Israel

Altkanzlerin Merkel besucht Orte der Massaker

Gail Shoresh, Vertreterin von Project Dvora, im Gespräch mit Angela Merkel

Bei ihrer Israel-Reise hat die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel auch das Grenzgebiet zum Gazastreifen besucht. Merkel sei unter anderem auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals gewesen, schrieb der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf der Plattform X. 

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Beim Massaker der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober 2023 waren allein auf dem Nova-Festival Hunderte von Besuchern getötet worden. Die israelische Repräsentantin Gail Shoresh habe Merkel vor Ort über die »sexuelle Gewalt an dem schrecklichen Tag« erzählt, schrieb Seibert. 

Der israelische Journalist Amir Tibon habe der Ex-Bundeskanzlerin außerdem den Raum im Kibbuz Nachal Oz gezeigt, in dem er und seine Familie sich während des Massakers 10 Stunden lang versteckt gehalten hatten. 

Das Massaker, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden waren, löste den Gaza-Krieg aus. In zwei verheerenden Kriegsjahren wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde rund 69.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Inzwischen herrscht eine fragile Waffenruhe. 

Das renommierte Weizmann-Institut in Israel hatte Merkel am Montag mit einer Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Auf diese Weise würden »ihre beispiellosen Verdienste um die globale Diplomatie und internationale Partnerschaften« anerkannt, teilte das Institut mit. Grund für die Auszeichnung seien auch ihre »Solidarität und Freundschaft mit Israel« sowie »ihr entschlossener Kampf gegen Antisemitismus«. dpa/ja

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