Stuttgart

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Gerda Taro: Ein Jugendprojekt beschäftigt sich mit der Fotografin, die den Spanischen Bürgerkrieg dokumentierte. Foto: ICP

»Jüdische Identität. Die Kultur des Unterscheidens« haben die Kuratoren Joel und Noemi Berger das Motto der Kulturwochen benannt, die in diesem Jahr vom 2. bis zum 17. November in Stuttgart stattfinden. 30 Veranstaltungen, die sich dieser philosophischen Urmethode in Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen, Konzerten, Filmen und Kabaretts annähern.

Der Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München, Michael Wolffsohn, widmet sich denn auch in seinem Eröffnungsreferat am 2. November um 19 Uhr im Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses der jüdischen Identität. Weitere Vorträge befassen sich mit den Themen »Die verlogene Fratze der Judenfeindlichkeit« (3. November IRGW, Firnhaberstraße 9, 20 Uhr) oder dem »Leben und Sterben im Ghetto Litzmannstadt« (15. November, Stadtarchiv, Bellingweg 21, 19 Uhr).

Ausstellung »Das Gesicht des Ghettos« zeigt eine Ausstellung, die vom 8. November bis 16. Dezember im Rathaus zu sehen ist. Ebenfalls im Stuttgarter Rathaus sind vom 31. Oktober bis 2. Dezember die Bilder des Fotografen Rafael Herlich »Weiterleben, weitergeben« zu bewundern. Die Stadtteilbücherei Feuerbach, St.-Pöltner-Straße 29, zeigt vom 2. November bis 17. Dezember ein Jugendprojekt des »forums jüdischer bildung und kultur« zu Gerda Taro. Die 1910 in Stuttgart geborene Fotografin dokumentierte zusammen mit ihrem Partner Robert Capa den Spanischen Bürgerkrieg.

Die Preisträger des Karl-Adler-Musikwettbewerbs dieses Jahres treten am 13. November um 15 Uhr im Gemeindesaal der IRGW, Firnhaberstraße 9, auf. Ein Highlight dürfte auch der Auftritt der Jazzband der Thelma Yelin High School of the Arts Givatayim sein. Gejazzt wird am 17. November ab 19 Uhr im Gemeindesaal.

Der Studientag am 6. November des Lehrhauses im Paul-Gerhardt-Zentrum, Rosenbergstraße 194b, beschäftigt sich mit Martin Buber, ein Symposium mit der jüdischen Geschichtsschreibung (10. November, 14.30 bis 18 Uhr im Haus der Geschichte, Konrad-Adenauer-Straße 16).

Führungen Jüdisches Leben in der Stadt lässt sich am 6. November per Bus, Start 13 Uhr ab Karlsplatz, und zu Fuß am 13. November ab 15 Uhr, Treffpunkt vor dem Literaturhaus, Breitscheidstraße 4, erkunden. Der Literarische Spaziergang am 6. November, 15 Uhr, Schillerplatz, widmet sich dem Geheimen Finanzrat und Berater von Herzog Karl Alexander von Württemberg, Joseph Süß Oppenheimer. Rachael Dror führt am 7. November ab 18 Uhr durch die Stuttgarter Synagoge, Firnhaberstraße 9.

Seine Identität finden muss Mahmed in »Alles Koscher«, der am 8. November um 20 Uhr im Haus des Dokumentarfilms, Mörikestraße, gezeigt wird. Lesungen und Buchvorstellungen beschäftigen sich unter anderem mit Rabbis und Juden in Kriminalromanen (13. November, 19.30 Uhr, IRGW-Gemeindezentrum). Rabbiner Joel Berger erzählt am 6. November ab 11 Uhr im Treffpunkt Rotebühlplatz Anekdoten und Gleichnisse aus der jüdischen Tradition.

Robert Kreis bietet am 10. November ab 20 Uhr im Renitenztheater, Büchsenstraße 26, mit seinem Programm »Ach du liebe Zeit« Kabarett vom Feinsten. »Dos is jiddisch«, behaupten Robert Kuperschmidt und Band am 10. November ab 20 Uhr im Gemeindesaal. »Jauchzet dem Herrn« fordern dagegen die israelischen Kantoren Asher Hainovitz und Jechezkel Klang am 12. November um 20 Uhr in der Synagoge bei ihrem Konzert.

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