München

Solidarität, Musik, Literatur

Im Herzen der Stadt: die Synagoge »Ohel Jakob« Foto: dpa

Solidarität

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will ein klares Zeichen gegen Antisemitismus setzen und seine Verbundenheit und Solidarität mit der jüdischen Gemeinde zum Ausdruck bringen. Am kommenden Montag nimmt er um 16 Uhr an einem gemeinsamen Gebet in der Ohel-Jakob-Synagoge teil. Er wird dort – ebenso wie die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, und Gemeinde-rabbiner Shmuel Aharon Brodman – eine kurze Ansprache halten. Musikalisch begleitet wird die Gebetsstunde vom Chor der Ohel-Jakob-Synagoge.  ikg

Konflikt

Keine andere jemals von Menschen erzählte Geschichte habe ein solches Ausmaß an Hass, Verfolgung und Mord gegen ein Volk entfesselt wie die Erzählung über den Verrat Judas’ an Jesus, schreibt der israelische Schriftsteller Amos Oz. Sein Roman Judas aus dem Jahr 2015 stellt den Judas-Jesus-Konflikt in den Kontext einer fatalen christlichen Wirkungsgeschichte, in der Judas als »Verräter« mit dem jüdischen Volk gleichgesetzt wird. Karl-Josef Kuschel, bis 2013 Professor für Theologie in Tübingen, hält am Donnerstag, 12. September, um 19.30 Uhr, im Jüdischen Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, in Erinnerung an Amos Oz (1939–2018) einen Vortrag zum Thema. ­Karten sind ab 18.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich.  ikg

Musik

Das 1936 gegründete Israel Philharmonic Orchestra gilt als eines der besten Orchester der Welt und als musikalischer Botschafter des Staates Israel. Erstmals nach 20 Jahren gibt es anlässlich der Abschiedstournee seines fast 50 Jahre amtierenden Musikdirektors Zubin Mehta am Samstag, 14. September, 20.30 Uhr, wieder ein Gastspiel in der Münchner Philharmonie im Gasteig, Rosenheimer Straße 5. Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Hector Berlioz und Ödön Pártos. Der JNF-KKL hat ein spezielles Kartenkontingent in den Preiskategorien 165, 142, 92, 68 und 55 Euro, das nur über Events & Projekte, Anat Rajber, Telefon 089/9988 8627, E-Mail: rajber.events@t-online.de, erhältlich ist. Mit dem Kartenkauf bei Rajber Events verbunden ist die Einladung zum KKL-Empfang nach dem Konzert. Karten mit Vorverkaufsgebühr gibt es bei München Ticket (Telefon 089/5481 8181).  ikg

Pharmazie

»Aspirin« ist vermutlich das erfolgreichste Medikament der Pharmaziegeschichte. Wer weiß schon, dass es dem jüdischen Chemiker und Pharmazeuten Arthur Eichengrün (1867–1949) zu verdanken ist – wie viele weitere Erfindungen und Patente. Der Journalist und Sachbuchautor Ulrich Chaussy steuert mit seinem Vortrag »Von Aspirin bis Zeppelin – Dr. Arthur Eichengrün« am Dienstag, den 17. September, um 19 Uhr im Jüdischen Gemeindezentrum einen besonders originellen Beitrag zum Motto »Innovation« der diesjährigen Jüdischen Kulturtage am Jakobsplatz bei. Anmeldung ist telefonisch erbeten unter 089/2024 00-491; Karten gibt es an der Abendkasse.  ikg

Literatur

Über die Kampfkraft einer einst gefeierten Tänzerin in einem deutschen Flüchtlingsheim und die Kraft der Vergebung schreibt Alina Bronsky in ihrem bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen jüngsten Roman Der Zopf meiner Großmutter auf ihre eigene unverwechselbare Art – rasant und humorvoll. Auf Einladung der Literaturhandlung stellt sie am Mittwoch, den 18. September, um 20 Uhr ihr Buch im Literaturhaus, Salvatorplatz 1, vor. Karten sind telefonisch zu bestellen unter 089/2800 135.  ikg

Thüringen

Erfreuliche Bilanz der Jüdisch-Israelischen Kulturtage

Das Festival stand unter dem Motto »Modernes Israel« und bot mehr als 100 Veranstaltungen

 18.11.2019

Köln

Die Erinnerung begleitete sie ein Leben lang

Das NS-Dokumentationszentrum zeigt in einer Ausstellung das Schicksal von Kindern im KZ Auschwitz

von Johannes Senk  15.11.2019

Einspruch

Wir füllen das Haus mit Leben

Arthur Bondarev sieht nach der Synagogen-Eröffnung in Konstanz die Zukunft kleiner Gemeinden positiv

von Arthur Bondarev  14.11.2019

München

Wien, Lebensschau, Revolution

Meldungen aus der IKG

 14.11.2019

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dortmund

Andenken an Max Girgulski

Fußballmuseum erhält Trikot vom Meister 1936

 14.11.2019