Köln

Pendeln zwischen Rhein und Isar

Rabbiner Yechiel Brukner Foto: Marina Maisel

Die fast drei Jahre währende Zeit ohne Gemeinderabbiner ist für die Synagogen-Gemeinde Köln in absehbarer Zeit wohl beendet: Seit Januar hilft Rabbiner Yechiel Brukner zumindest teilweise in Köln aus, bevor er voraussichtlich ab September die Stelle als Gemeinderabbiner übernehmen wird.

Grund für die Teilzeitarbeit des gebürtigen Schweizers ist dessen Verpflichtung in einem Schlichut-Projekt in München in der Organisation Torah MiTzion. »Dies möchte ich auf das Beste bestreiten«, sagte der studierte Pädagoge dem Gemeindeblatt der Kölner Gemeinde. Daher pendelt er noch ein halbes Jahr zwischen den Städten an Rhein und Isar.

Schweiz Rabbiner Brukner stammt wie sein Vorgänger Jaron Engelmayer aus Zürich. Über eine Einladung von Engelmayer kam Brukner auch erstmals mit der Kölner Gemeinde in Kontakt und war, wie er sagt, »schon damals vom besonderen Charme der Gemeinde verzaubert«. Brukner und seine Frau Sarah sind Kinder von Schoa-Überlebenden und beide Pädagogen.

Nach dem Abitur studierte er im schweizerischen Montreux. Weil es dort eine Jeschiwa gab, konnte er Talmud- und Pädagogikstudium miteinander verbinden. Anschließend studierte Brukner in mehreren Jeschiwot, bevor er in seine Heimatgemeinde zurückkehrte, um dort an einer Schule zu unterrichten.

Viele Jahre verbrachte der sechsfache Familien- und 16-fache Großvater in Israel und lehrte jüdische Fächer an einem Jeschiwa-Gymnasium. In dieser Zeit gründete er einen Jeschuw und wurde zum Rabbiner ordiniert. Während seiner bereits seit 2008 währenden Arbeit für die Schlichut in München hat er viele deutsche Gemeinden, vor allem Kleingemeinden in Bayern, kennengelernt.

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Bundeswehr

»Wir sind Partner auf Augenhöhe«

Am 21. Juni 2021 begann die jüdische Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Militärbundesrabbiner Zsolt Balla zieht nach fünf Jahren eine positive Zwischenbilanz

 18.06.2026

Magdeburg

Juden in Sachsen-Anhalt: Lebendige Gemeinden und Antisemitismus

Nach dem antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) hat Sachsen-Anhalt 2020 ein Landesprogramm für jüdisches Leben beschlossen, um die jüdische Gemeinschaft zu fördern und zu schützen

 17.06.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde zeichnet Jugendengagement mit Beni-Bloch-Preis aus

»Wir ehren unser langjähriges Vorstandsmitglied Benjamin Bloch sel.A. und erinnern damit an seinen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft«, sagt der Vorstandvorsitzende der Gemeinde, Benjamin Graumann

 01.06.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026