München

Mirjam Pressler, Museum, Jiddisch

Mirjam Pressler (1940–2019) Foto: © Gregor Zielke

München

Mirjam Pressler, Museum, Jiddisch

Meldungen aus der IKG

 29.05.2019 10:28 Uhr

Mirjam Pressler

Am Montag, 3. Juni, 19 Uhr, gibt es im Jüdischen Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18, einen Abend zu Ehren der preisgekrönten Schriftstellerin und Übersetzerin Mirjam Pressler (1940–2019). Ein Bilderreigen und persönliche Erinnerungen ihrer Lektoren Nadine Meyer und Frank Griesheimer sowie ihrer ältesten Tochter Ronit, moderiert von Ellen Presser, werden durch eine Lesung aus Presslers letztem Buch Dunkles Gold, vorgetragen von Tochter Gila und Enkelin Malka Yolanda, ergänzt. Dieser Roman, der postum im März im Beltz-Verlag erschien, greift den Fund eines jüdischen Schatzes aus dem Mittelalter 1996 in Erfurt auf und kombiniert ihn mit dem Schicksal eines jüdischen Jungen von heute, dessen Familie aus der Sowjetunion nach Deutschland kam. Schließlich lässt Mirjam Presslers jüngste Tochter Tall das Leben ihrer Mutter, die 1940 als Kind einer jüdischen Mutter in Darmstadt zur Welt kam, anhand von sieben Büchern Revue passieren. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Es wird um Anmeldung im IKG-Kulturzentrum unter der Rufnummer 089/20 24 00-491 oder per E-Mail unter karten@ikg-m.de gebeten.  ikg

Überleben

Unter dem Motto »Wir waren nicht Menschen« präsentiert der Münchner Filmemacher Marc O. Dreher am Sonntag, 2. Juni, 11 Uhr, im City Kino, Sonnenstraße 12, vier »Geschichten vom Überleben«. Er führte Gespräche mit den Holocaust-Zeitzeugen Georg Heller, Anna Kelen, Henry Rotmensch und Salo Wolf über ihr Überleben und welche Erwartungen sie an das Leben nach der Befreiung hatten. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung gebeten unter der Rufnummer 089/5404 9938 oder per E-Mail unter mail@mamoko.de.  ikg

Displaced Persons

Der Historiker Axel Doßmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hält im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Pater-Roth-Straße 2a, am Dienstag, 4. Juni, 19 Uhr, einen Vortrag zum Thema »Displaced Persons zuhören«. Es geht um Interviews, die der aus Lettland stammende amerikanische Sprachpsychologe David P. Boder bereits 1946 mit mehr als 100 überwiegend jüdischen Displaced Persons aus ganz Europa führte. Erst seit wenigen Jahren sind Boders Gespräche wieder für die Forschung zugänglich. Der Eintritt ist frei.  ikg

Museum

Im Polin-Museum in der Nähe des Holocaust-Mahnmals neben dem früheren Warschauer Ghetto wird die rund 1000-jährige jüdische Geschichte in Polen behandelt. Über die Interpreta­tion der deutschen Okkupation zwischen 1933 und 1945 sowie den Antisemitismus vor, während und nach der NS-Zeit ist unter der aktuellen Regierung ein Richtungsstreit entbrannt, den der inzwischen entlassene Historiker Darius Stola unter dem Motto »Polin: A Museum of Jewish Life at a Holocaust Site« am Dienstag, 4. Juni, 19 Uhr, darstellt. Der Vortrag im NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, sowie die Diskussion mit Dirk Rupnow finden in Englisch statt. Der Eintritt ist frei.  ikg

Jiddisch

War die Hauptstadt jiddischsprachiger Kultur im litauischen Wilna oder in Warschau, dem politischen und kulturellen Zentrum Polens? Kalman Weiser, Professor für Osteuropäisches Judentum und Holocaust-Studien an der York University in Toronto, beantwortet die Frage »Vu iz di hoyptshtot fun yidishland?« in seinem Vortrag in jiddischer Sprache am Mittwoch, 5. Juni, 19 Uhr. Der Eintritt zu dieser Kooperationsveranstaltung mit dem IKG-Kulturzentrum im Historicum der Ludwig-Maximilians-Universität, Schellingstraße 12, Raum 001, ist frei.  ikg

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Bundeswehr

»Wir sind Partner auf Augenhöhe«

Am 21. Juni 2021 begann die jüdische Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Militärbundesrabbiner Zsolt Balla zieht nach fünf Jahren eine positive Zwischenbilanz

 18.06.2026

Magdeburg

Juden in Sachsen-Anhalt: Lebendige Gemeinden und Antisemitismus

Nach dem antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) hat Sachsen-Anhalt 2020 ein Landesprogramm für jüdisches Leben beschlossen, um die jüdische Gemeinschaft zu fördern und zu schützen

 17.06.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde zeichnet Jugendengagement mit Beni-Bloch-Preis aus

»Wir ehren unser langjähriges Vorstandsmitglied Benjamin Bloch sel.A. und erinnern damit an seinen Einsatz für die jüdische Gemeinschaft«, sagt der Vorstandvorsitzende der Gemeinde, Benjamin Graumann

 01.06.2026