München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Im Herzen der Stadt: die Synagoge »Ohel Jakob« Foto: dpa

Eine für Freitagnachmittag geplante Pegida-Demonstration nahe dem Jüdischen Zentrum in München ist abgesagt worden. Pegida München habe in der Nacht auf Freitag seine Versammlungsanzeige zurückgezogen, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit.

Ursprünglich wollte Pegida am Jakobsplatz – also direkt vor der Synagoge – gegen die Beschneidung von Säuglingen und Kindern demonstrieren. Das Kreisverwaltungsreferat untersagte dies jedoch, erlaubte die Kundgebung aber in rund 100 Meter Entfernung. Das Bündnis »München ist bunt« hatte zu einer Gegendemo aufgerufen und zu einer Menschenkette rund um das Jüdische Zentrum.

antisemitismus Oberbürgermeister Reiter würdigte das Engagement des Bündnisses. »München ist bunt« habe ein klares Zeichen gegen die geplante Kundgebung, gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit gesetzt.

»Ich freue mich, dass unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gerade zu Beginn des Schabbats, das tun können, was selbstverständlich sein sollte: ungestört in die Synagoge zu gehen.« Alle seien aufgefordert, dem zunehmenden Antisemitismus in der Gesellschaft mit aller Schärfe entgegen zu treten. »München ist und bleibt eine offene, tolerante und demokratische Stadtgesellschaft«, betonte Reiter.  epd

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025

Osnabrück

Rabbiner Teichtal: »Unsere Aufgabe ist es, nicht aufzugeben«

»Wer heute gegen Juden ist, ist morgen gegen Frauen und übermorgen gegen alle, die Freiheit und Demokratie schätzen«, sagt der Oberrabbiner

 24.10.2025

Köln

»Im Stich gelassen«

Nach einer Kontroverse um einen geplanten Besuch von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zieht sich die Synagogengemeinde Köln aus dem »Runden Tisch Frieden« im Stadtteil Chorweiler zurück

von Michael Thaidigsmann  04.09.2025

Darmstadt

Jüdische Kulturwochen: Großer Andrang bei Eröffnung

Das Programm schließt den Extremismusforscher Ahmad Mansour mit ein

von Imanuel Marcus  03.09.2025

Interview

Zusammenlegung von jüdischen Gemeinden »schmerzlich«, aber denkbar

Zu wenig engagierter Nachwuchs und mögliche Zusammenschlüsse von jüdischen Gemeinden - so sieht die Lage laut Zentralrat der Juden derzeit aus. Präsident Schuster äußert sich auch zur Rabbinerausbildung in Potsdam

von Leticia Witte  17.07.2025

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde sagt »Resonanzräume«-Festival ab

Grund ist die »die aktuelle Eskalation der Situation zwischen Israel und dem Iran«, so die Kulturabteilung

 17.06.2025

München

Brandanschlag von 1970: Staatsanwaltschaft ermittelt wieder

Sieben Menschen starben beim Anschlag auf das IKG-Gemeindezentrum am 13. Februar 1970. Nun gibt es eine neue Spur und neue Ermittlungen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2025