Köln

Auf der Harley zur Makkabiade

Unterwegs nach Jerusalem Foto: Stefan Laurin

Dass Jozsef Horvath schon ein paar Tage auf dem Motorrad unterwegs ist, sieht man ihm an: Das Gesicht ist sonnengebräunt, die Montur zeigt Schweißflecke. »Macht alles nichts« – Horvath ist trotzdem gut gelaunt, als er am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau die Synagoge an der Roonstraße in Köln betritt.

Auf ihn und die anderen Motorradfahrer, die sich am »Ride4Solidarity«, der Bikertour anlässlich der Makkabiade in Israel, beteiligen, warten kühle Getränke und ein Abendessen. »Ich bin von Ungarn nach London gefahren, wo ich an einer Feier anlässlich 100 Jahre Balfour-Deklaration teilgenommen habe«, sagt das ungarische Maccabi-Mitglied. »Immerhin wurde in dieser Deklaration erstmals politisch das Recht der Juden auf einen eigenen Staat anerkannt.«

In London schloss sich Horvath dem »Ride4Solidarity« an. Der Weg führt die Biker von der britischen Hauptstadt ausgehend über Belgien, Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien nach Griechenland. Dort werden sie mit ihren Motorrädern auf einer Fähre nach Israel übersetzen. Einen Monat werden die Fahrer unterwegs gewesen sein, wenn sie am 1. Juli in Haifa ankommen. Am 6. Juli sind sie dann bei der Eröffnung der Maccabiah in Jerusalem dabei.

demokratie 20 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer fahren die Tour bis nach Israel. In allen Ländern und an allen Stationen werden sich ihnen Biker aus der Region anschließen. »Wir wollen auch ein Zeichen der Solidarität mit Israel setzen«, sagt Horvath. »In den Nachrichten wird das Land oft nur in Zusammenhang mit Terror und Problemen genannt. Unter den Tisch fällt, dass Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten ist. Dort kann jeder sagen, was er möchte, er muss keine Angst davor haben, dass seine Meinung unterdrückt wird, und alle Gläubigen können ihre Religion praktizieren, egal ob Juden, Christen oder Muslime.«

Samuel Ahren gehörte zu den Vertretern von Maccabi Köln, die am Mittwoch die Motorradfahrer in Köln begrüßten. Er war auch dabei, als einige der Biker den örtlichen Harley-Shop besuchten. »Ich will mich jetzt dafür einsetzen, dass Maccabi in Köln eine eigene Motorradsport-Gruppe bekommt. Die ganze Tour ist doch faszinierend.« Und nicht nur die: Auch die unterschiedlichen Motorräder – größtenteils Harley-Davidson, aber auch eine BMW und eine Neander – ziehen die Blicke auf sich.

www.ride4solidarity.com
www.facebook.com/ride4solidarity

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026