Berlin

Zwischenfall auf Schulgelände

Der Jüdische Kindergarten »Gan Israel« in Charlottenburg Foto: Mike Minehan

Auf dem Gelände der die Jüdischen Traditionsschule am Spandauer Damm hat sich am Montag zwischen Schul- und Kindergartengebäude des Gan Israel ein gefährlicher Zwischenfall ereignet. Ein elfjähriger Schüler hatte eine Waffe, die einem Sicherheitsmann gehörte, in die Hände bekommen und einen Schuss ausgelöst. Verletzt wurde niemand. Der Wachmann hatte den Vorfall selbst gemeldet.

Träger der Einrichtung ist das jüdische Bildungswerk Chabad Lubawitsch. Bewaffnete Objektschützer der Polizei und Sicherheitspersonal der Jüdischen Gemeinde zu Berlin überwachen das Gelände rund um die Uhr.

keine Straftat Polizeisprecher Stefan Petersen bestätigte der Jüdischen Allgemeinen den Vorfall. Es sei ein Schuss gefallen, es sei »niemand zu Schaden gekommen«, es liege »keine Straftat« vor, sagte der Polizeisprecher. Der Tätigkeitsbericht der Polizei werde der Waffenbehörde übermittelt. Einzelheiten wollte Petersen nicht kommentieren und verwies an die Jüdische Gemeinde, da der Wachmann zum Sicherheitspersonal der Gemeinde gehöre.

Gemeindesprecher Ilan Kiesling sagte der Jüdischen Allgemeinen: »Wir prüfen aktuell noch den Sachverhalt. Der Mitarbeiter wurde vom Dienst suspendiert. «

Senat Die Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Beate Stoffers, teilte der Jüdischen Allgemeinen inzwischen mit, der Behörde lägen unterschiedliche Informationen vor. Sie sei dabei zu klären, was genau passiert sei.

Stoffers sagte, sowohl die Schul- als auch die Kita-Aufsicht für Privatschulen werde sich »mit dem Träger und der Einrichtung in Verbindung setzen und sich den Vorfall erklären lassen«. ksh

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 20.10.2026 Aktualisiert

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Kulinarik

Koscher kochen auf höchstem Niveau

Tom Franz kreierte ein Drei-Gänge-Menü zum 20-jährigen Jubiläum der Ohel-Jakob-Synagoge

von Vivian Rosen  19.10.2026

Synagoge im sächsischen Görlitz

Görlitz

Erinnerung an das Novemberpogrom im Nationalsozialismus

Nazis und ihre Helfer zerstörten und plünderten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Juden wurden verfolgt, misshandelt und getötet

 19.10.2026

Lörrach

Tora als Zeichen der Hoffnung

Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet

von Christine Schmitt  19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

Holocaust-Mahnmal

Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden am Gleis 17

Etwa 10.000 jüdische Menschen deportierten die Nazis vom Bahnhof Grunewald in Berlin aus in die Vernichtungslager. Beim Gedenken an die Opfer nehmen die Redner auch die Gegenwart in den Blick

 18.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

München

Das Grauen sehen

Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

von Michael Schleicher  18.10.2026