Frankfurt

Details zur Hakenkreuz-Schmiererei in Gebetsraum am Flughafen

Da geht’s zur Flughafensynagoge. Foto: Barbara Goldberg

Zur Hakenkreuz-Schmiererei an einem Tora-Schrein in einem jüdischen Gebetsraum am Frankfurter Flughafen sind weitere Details bekannt geworden.

»Das Hakenkreuz wurde mit einem Stift auf die Samtinnenverkleidung des Toraschrankes gezeichnet«, sagte die Pressereferentin der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Michaela Fuhrmann. Die Bespannung im Tora-Schrank müsse komplett erneuert werden.

Der Gebetsraum im Transitbereich T2 des Flughafens sei wegen der Corona-Pandemie seit etwa März 2020 verschlossen gewesen. »Es fanden dort keine Gebete statt.« Ob der Raum zwischendurch für Reinigungen oder bei Renovierungsarbeiten im Flurbereich geöffnet worden sei, könne sie nicht sagen, so Fuhrmann.

»Es fanden aber regelmäßig Kontrollgänge statt.« Mit Blick auf die Ermittlungen von Polizei und Staatsschutz sagte Fuhrmann, die Jüdische Gemeinde habe »noch keine weiteren Informationen«, auch nicht zu möglichen Verdächtigen.

Der Gemeindevorstand hatte am Freitag erklärt, es handele sich um eine »schändliche Beschädigung«, die »Ausdruck von purem Antisemitismus« sei. Eine »Hakenkreuz-Schmiererei auf eines der wichtigsten Objekte in einem jüdischen Gebetsraum darf nicht straffrei bleiben«. Das Hakenkreuz am Toraschrein war den Angaben zufolge am Mittwoch entdeckt worden. kna

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