Kompakt

Wahl, Kindertransport

Der Dirigent Michael Hurshell ist neuer Gemeindevorsitzender in Dresden. Foto: Steffen

Dresden

Der neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden heißt Michael Hurshell. Der gebürtige Wiener ist in Amerika aufgewachsen und leitet die Neue Jüdische Kammerphilharmonie Dresden. Bei der Wahl zum Gemeindevorstand am 5. Februar war die bisherige Vorsitzende Nora Goldenbogen »aus persönlichen Gründen«, wie es in einer Presseeklärung der Gemeinde heißt, nicht mehr angetreten. Goldenbogen war von 2003 bis 2020 Vorsitzende der Dresdner Gemeinde. Die promovierte Historikerin bleibt aber Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden. Zur Vorsitzenden der Repräsentanz wurde Katja Kulakova gewählt. ja

Kassel

Eine Ausstellung im Sara-Nussbaum-Zentrum Kassel erinnert an das Schicksal von jüdischen Kindern, die vor 80 Jahren mit sogenannten Kindertransporten ins Ausland gebracht und gerettet wurden. Eine von ihnen war Dorrith Sim, geborene Oppenheim (1931–2012). Als Erwachsene schrieb sie ein Kinderbuch über ihre Rettung. Aus Anlass der Eröffnung hatte Ernst Klein vom Bundesvorstand des Vereins »Gegen Vergessen – Für Demokratie« Lehrern angeboten, das Buch als Klassensatz zur Verfügung zu stellen. Laut »Hessische/Niedersächsische Allgemeine« sollen es auch Stadtbibliotheken und Jugendbüchereien erhalten. epd

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026

Deutschland

Holocaust-Überlebende: Regierung der Linkspartei in Berlin wäre eine Katastrophe

»Hier muss die Politik gründlich aufpassen, dass das nicht passiert«, sagt Charlotte Knobloch bei »Maischberger«

 01.10.2026

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 01.10.2026 Aktualisiert