Maccabiah

Tagebuch aus Israel

Lennox Skalieris Foto: pr

Lennox Skalieris
19 Jahre, Fußball, Jerusalem
Es war ein großartiges Gefühl, mit der deutschen Delegation bei der Eröffnungsfeier der Maccabiah ins Teddy-Stadion einzulaufen. Zusammen mit 15.000 Menschen die Hatikwa zu singen, war etwas ganz Besonderes. Mein Fußballteam ist super in den Wettbewerb reingestartet, und wir haben das erste Spiel gewonnen. Danach lief es leider nicht mehr so gut. Wir hätten auf jeden Fall mehr leisten können. Als Gruppe waren wir zusammen an der Kotel und sind ans Tote Meer gefahren. Die Zeit in Israel habe ich auch genutzt, um meine Großmutter und ein paar alte Freunde zu besuchen, die hier wohnen. Mich hat beeindruckt, wie viele jüdische Sportler aus der ganzen Welt angereist sind, wie offen die Stimmung unter ihnen war und wie viel Ansehen die Maccabiah-Teilnehmer in Israel genießen. Das war meine erste Maccabiah und für mich ein fantastisches Erlebnis!

Julia Kildeeva
24 Jahre, Gewichtheben, Jerusalem
Bei der Maccabiah hatte ich meinen ersten Wettkampf im Gewichtheben und kannte die ganzen Abläufe noch gar nicht. Entsprechend aufgeregt war ich. Es lief für mich aber erstaunlich gut, und ich war überrascht, wie viel ich heben konnte. Ich habe eine persönliche Bestleistung aufgestellt – das war ein echtes Abenteuer für mich! Mit meinem Team habe ich in einem Hotel in Jerusalem gelebt und mir hier die Altstadt, das arabische Viertel und die Umgebung der Stadt angeguckt. Einige Zeit habe ich auch in Tel Aviv verbracht und war dort viel essen und feiern und habe den Cousin meines Opas besucht. Auf der Maccabiah lernt man Juden aus der ganzen Welt kennen. Bei uns im Hotel waren Delegationen aus den USA, Peru, Kanada und Südafrika. Ich wusste natürlich, dass es uns überall auf der Welt gibt, aber hier konnte ich das wirklich hautnah erleben.

Emanuel Domnitsch
28 Jahre, Wasserball, Tel Aviv
Für mich war es großartig, mit meinem Team zusammen nach Israel zu fahren. Viele in meiner Gruppe waren noch nie hier, und ich konnte dazu beitragen, dass sie mehr über das Land erfahren. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, anderen den Zionismus nahezubringen. Die Israelis waren sehr interessiert an uns, und wir wurden oft gefragt, aus welchem Land wir kommen und welche Sportart wir betreiben. Die vielen schönen Erfahrungen machen es mehr als wett, dass es für uns Wasserballer sportlich leider nicht so gut lief. Die Maccabiah hat mir wieder gezeigt, wie wichtig es ist, das jüdische Volk zusammenzubringen. Trotz der unterschiedlichen Herkunft und verschiedener lokaler Kulturen teilen wir alle gemeinsame Werte. Ich will auch in Zukunft daran mitwirken, den Austausch und die Vernetzung von Juden auf der ganzen Welt zu unterstützen.

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Januar bis zum 29. Januar

 21.01.2026

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

München

Ein lebendiger Ort der Begegnung

Das neue Familienzentrum lud in der Reichenbachstraße zu einem »gemein(de)samen« Nachmittag ein

von Esther Martel  20.01.2026

Würdigung

Oldenburgerin Elke Heger erhält den Albrecht Weinberg-Preis

Die Oldenburger Pädagogin Elke Heger erhält für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Gemeinschaft zwischen Juden und Christen den Albrecht Weinberg-Preis. Zur Verleihung wird der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies erwartet

 20.01.2026

Essen

»Holo-Voices«: Zeitzeugen des Holocausts sollen für immer sprechen

Auf der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen startet ein Medienprojekt, das Zeugen des Holocausts mit Besuchern in einen Dialog bringt. »Holo-Voices« soll Zeitzeugen »eine Stimme für die Ewigkeit« geben

 20.01.2026

Gedenktag

Weltweit noch 196.600 jüdische Holocaust-Überlebende

Am 27. Januar wird an die Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren erinnert. Dort und an vielen anderen Orten ermordeten die Nationalsozialisten Millionen Juden. Noch können Überlebende von dem Grauen berichten

 20.01.2026

Interview

»Man tut sich mit den toten Juden leichter als mit den lebenden«

Die Münchnerin Eva Umlauf ist Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees. Auf eine bestimmte Art des Gedenkens an die Opfer der Schoa schaut sie kritisch – und sagt, was sie sich wünscht

von Leticia Witte  20.01.2026

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht«, welche politischen Entwicklungen ihnen Sorge bereiten

 19.01.2026