Makkabi

Slalom und Schabbat

Mit Tempo bei der Wintersport Week Foto: Robert Poticha

Schnee, Eis, Winter und gute Laune pur: Auch in diesem Jahr haben wieder rund 200 jüdische Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland an der Makkabi Wintersport Week teilgenommen. Die generationenübergreifenden Events fanden in den italienischen Alpen in Südtirol statt.

Dabei ist das Event weit mehr als ein »Sporturlaub«: Familien, junge Erwachsene und hartgesottene Wintersport-Aficionados kommen eine Woche lang zusammen, um jüdische Gemeinschaft zu erfahren und zu zelebrieren, aber vor allem, um ihre Kräfte und Fähigkeiten zu messen.

Das Sportereignis ist daher in zwei Formate unterteilt worden: die Family Week und die Ü18 Week. Diese Mischung sei ein neues Angebot, das »2026 erstmals in der Geschichte der Makkabi Wintersport Week umgesetzt wird«, hieß es in der Ankündigung der Sportorganisation. Organisiert wurde das Event von Makkabi-Vizepräsident Alfi Goldenberg.

Die neue Unterteilung sollte dem Umstand Rechnung tragen, dass Makkabi »Breitensport, jüdische Gemeinschaft und Familienangebote genauso ernst nimmt wie leistungs- und sportlich orientierte Programme – und beides erfolgreich miteinander verbindet«, so die Erklärung weiter.

Die Wintersport Week knüpft erneut an eine noch junge wie zugleich lange Tradition an.

Die Wintersport Week knüpft erneut an eine noch junge wie zugleich lange Tradition an: Vor drei Jahren fanden zum ersten Mal seit 1936 wieder die Makkabi Deutschland WinterGames statt. Die Organisatoren sehen sich dabei auch in der Pflicht, diese Tradition nicht nur weiterzuführen, sondern »zeitgemäß weiterzuentwickeln«.

Rodeln, Skifahren und Snowboarden standen auf dem Programm, Bewegung wurde großgeschrieben. Zugleich sorgte ein bewusst gestaltetes jüdisches Rahmenprogramm für Austausch – mit Schabbat, Hawdala, gemeinsamen Mahlzeiten und viel Raum für Begegnungen und Gespräche. Auch Stadttouren durch Meran und Bozen, ein Filmabend und Partys wie die abschließende »Blue & White Magic Vibe« wurden angeboten. »Gerade diese Verbindung aus Sport, Jüdischkeit und Gemeinschaft macht die besondere Atmosphäre der Woche aus«, so die Veranstalter.

2023 waren bereits rund 100 Makkabäer zu den Winterspielen in die italienischen Alpen gereist. 2023 in Ruhpolding konnten rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 20 Nationen empfangen werden. »Die Makkabi Wintersport Week ist Teil der kontinuierlichen Arbeit von Makkabi Deutschland, jüdisches Leben sichtbar, selbstverständlich und sicher erlebbar zu machen – auch und gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen«, bringen es die Organisatoren auf den Punkt. Sport werde dabei zum verbindenden Element, das Vertrauen schaffe, Austausch ermögliche und Menschen zusammenbringe.

Hamburg

Ruine mit Herz

Einst das Zuhause des Reformjudentums, stand der Israelitische Tempel kurz vor dem Verfall. Eine Bürgerinitiative und die Stadt wollen den historischen Ort nun neu beleben. Ein Besuch im Hinterhof

von Heike Linde-Lembke  02.08.2026

Geschichte

Die Pension in Mumbai

Ellie und Max Lesser aus Dresden waren nur zwei von vielen sächsischen Juden, die vor den Nazis Sicherheit in Indien suchten. Deren tragische Geschichte recherchierte die Journalistin Iris Völlnagel

von Thyra Veyder-Malberg  02.08.2026

Programm

Kultursommer, Führungen und Einstein vs. Hawking: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August

 02.08.2026

Porträt der Woche

Mehr als ein Beruf

Valerie Vorkul ist Sozialarbeiterin – und jüdischer, als sie lange Zeit annahm

von Leon Stork  02.08.2026

Bundeswehr

Anerkennung für eine Zeitzeugin

Verteidigungsminister Boris Pistorius würdigte IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch mit dem Ehrenkreuz

von Luis Gruhler  01.08.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Thüringen

Das Erbe der Simsons

Beim jährlichen Moped-Treffen in Suhl feiern Zehntausende den »Sound des Ostens«. Doch hinter der Kultmarke steht die Geschichte einer von den Nazis vertriebenen jüdischen Unternehmerfamilie

von Helmut Kuhn  30.07.2026

Fußball

Rot-Weiß verbindet

Vergangene Woche gründete sich mit den »FCB Chaverim« der deutschlandweit erste jüdische Fanklub des FC Bayern München

von Luis Gruhler  30.07.2026

Erinnerung

Für immer

Manchmal sind es die kleinen Dinge, von denen wir uns nie trennen würden. Wir haben Gemeindemitglieder gefragt, welche Gegenstände ihnen viel bedeuten

von Christine Schmitt  30.07.2026