München

Sicherheit, Literatur, NS-Dokuzentrum

Bei der Online-Gesprächsrunde am Donnerstag wird unter anderem die Frage diskutiert, inwieweit Sicherheitsbehörden attraktiv für Rechtsextremisten sind. Foto: imago stock&people

Sicherheit

Am Donnerstag, 29. April, 19.30 Uhr, gibt es eine von der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München initiierte Online-Gesprächsrunde über »Extreme Sicherheit. Rechte Netzwerke in Polizei und Bundeswehr?«. Diskutiert wird die Frage, inwieweit Sicherheitsbehörden attraktiv für Rechtsextremisten sind und wie demokratiefeindliche Strukturen in diesen Institutionen wirksam bekämpft werden könnten. Es diskutieren Burkhard Even, Ziviler Vizepräsident des Militärischen Abschirmdienstes, Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Journalistin Christina Schmidt (»Die Zeit«) und der Kriminologe Tobias Singelnstein (Ruhr-Universität Bochum). Es moderiert Heike Kleffner, Herausgeberin der Studie »Extreme Sicherheit – Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz«. Der Livestream läuft unter www.muenchen.de/demokratie. ikg

Literatur

Im Rahmen seiner »Literarischen Zimmerspaziergänge« stellt der Literaturwissenschaftler Dirk Heißerer für das IKG-Kulturzentrum von Mai bis Dezember jeden Monat auch eine jüdische Persönlichkeit der schreibenden Zunft vor: von Karl Wolfskehl (Auftakt am 2. Mai) über Carry Brachvogel bis Ephraim Moses Lilien. Die Reihe ist ohne Voranmeldung zugänglich. ikg

NS-Dokuzentrum

In der Reihe #nsdokuintervention lädt das NS-Dokumentationszentrum München am Montag, 3. Mai, um 19 Uhr zu einer Online-Diskussion ein, an der die Historiker Frank Bajohr, Leiter des Zentrums für Holocauststudien am Institut für Zeitgeschichte in München, Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen, sowie Beate Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, teilnehmen. Ihr Thema lautet »Dark Tourism. Reisen zu Stätten von Krieg, Massengewalt und NS-Verfolgung«. Der Link zur Online-Veranstaltung ist unter www.nsdoku.de zu finden. ikg

Israel

Das Zentrum für Israel-Studien (ZIS) mit Daniel Mahla lädt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte und Kärin Nickelsen (LMU) am Dienstag, 4. Mai, 19 Uhr, zu einem Online-Vortrag über »Israel’s Population Bomb: An Existential Challenge for a Sustainable Future« ein. Referent ist Alon Tal (University of Tel Aviv). Eine Anmeldung unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de ist erforderlich, um den Zugangslink zu der Zoom-Veranstaltung zu erhalten. ikg

Monacensia

Für die Monacensia, das literarische Gedächtnis der Stadt, ist das bundesweite Motto »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« willkommener Anlass, Leben und Wirken jüdischer Schriftstellerinnen in München sichtbar zu machen. Das Monacensia-Dossier dokumentiert im Verlauf des Jahres anhand von Artikeln, Filmen und Fotografien literarische Stimmen aus Vergangenheit und Gegenwart. Porträtiert werden unter anderem Elsa Bernstein (1866–1949), Dagmar Nick (geboren 1926) und Grete Weil (1906–1999). Die Historikerin und Schriftstellerin Dana von Suffrin steuert einen literarischen Blogbeitrag auf #femaleheritage über ihre Kindheit als Jüdin in München bei. Darin erinnert sie sich an ihre Schulzeit in Milbertshofen und an den Umgang mit dem Judentum in ihrer Familie, wie ihr dies schon in ihrem mehrfach prämierten Romandebüt Otto humorvoll gelang. ikg

Programm

Urbane Ästhetik, cineastische Architektur und späte Aufklärung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 7. Mai bis zum 14. Mai

 06.05.2026

Kino

Am Puls der Zeit

Gegen Polarisierung und Boykott: Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg will den Blick weiten

von Ayala Goldmann  06.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Unabhängigkeitstag

»Notwendig und ein Wunder«

Die IKG feierte Israels Menschen, Geschichte und Leistungen

von Luis Gruhler  05.05.2026

Gedenken

Ungebeugt trotz der Last

An Jom Hasikaron erinnerte die IKG an die Opfer der Kriege und des antisemitischen Hasses

von Luis Gruhler  05.05.2026

Düsseldorf

»Oh mein Gott, da ist ein Jude im Studentenwohnheim!«

Luai Ahmed wurde im Jemen geboren, wuchs mit Antisemitismus auf – doch nach seinem Umzug nach Schweden änderte sich alles

von Stefan Laurin  05.05.2026

Erinnerungsarbeit

Virtuelle Ausstellung mit NS-Zeitzeugen tourt durch Brandenburg

In der mobilen Ausstellung »In Echt?« berichten NS-Zeitzeuginnen und -zeugen von ihren Schicksalen. Die virtuelle Schau wurde 2023 in Potsdam entwickelt und tourt wieder durch Brandenburg

 05.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Frankfurt am Main

Marek Lieberberg wird 80 – Ein Leben für die große Bühne

Kaum ein anderer hat die Live-Musiklandschaft in Deutschland über Jahrzehnte so geprägt wie der jüdische Konzertveranstalter aus Frankfurt

 04.05.2026