1700 Jahre jüdisches Leben

»Shalom Cologne« vermittelt Geschichte und Gegenwart

Logo des 1700-Jahr-Jubiläums Foto: PR

Ein neues Bildungsportal vermittelt jüdische Geschichte und Gegenwartskultur in Köln. Mit dem Projekt »Shalom Cologne« beteilige sich das Kölner Forum für Kultur im Dialog am Festjahr zu 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland, wie der Verein mitteilte. »Wir haben das Bildungsportal Shalom-Cologne bewusst für junge Menschen und ihre Smartphones gestaltet«, erklärte Vereinsvorsitzende Claudia Hessel. Das Portal bietet zudem Angebote wie Expertengespräche für Lehrkräfte an.

PODCASTS In der Shalom-Box finden Kinder und Jugendliche den Angaben zufolge unter anderem Videos und Mitmach-Tools. In Podcasts äußern sich bekannte Personen wie die Opernsängerin Dalia Schaechter und der Rapper LGL Grand. Mit dem Shalom-Selfie können Menschen ihren Zusammenhalt in einem Foto darstellen. Aus vielen Einzelbildern soll im August ein großes Mosaik entstehen. Nach den Sommerferien ruft die Shalom-Challenge dazu auf, künstlerische Beiträge rund um das Judentum einzusenden.

Das Festjahr geht auf ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin von 321 zurück, das er nach Köln adressierte: »Mit einem allgemeinen Gesetz erlauben wir allen Stadträten, Juden in den Rat zu berufen.« Das Dokument gilt als der früheste schriftliche Nachweis für jüdisches Leben nördlich der Alpen. kna

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026