Berlin

Schnelle Unterstützung gefragt

Das Jüdische Gemeindehaus in der Berliner Fasanenstraße Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin hat zur Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine aufgerufen. Auch viele jüdische Geflüchtete werden erwartet. Der Aufruf richtet sich an Gemeindemitglieder sowie an alle Berlinerinnen und Berliner.  

Mit »großer Sorge« verfolge der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin »die tragischen Entwicklungen in der Ukraine und den damit einhergehenden dramatischen Anstieg der Zahl auch jüdischer Geflüchteter nach Berlin«. Jetzt sei unbürokratische und schnelle Hilfe gefragt, heißt es in dem Spendenaufruf.

SACHSPENDEN Dafür hat die Gemeinde ab sofort im Gemeindehaus in der Fasanenstraße 79/80 eine Annahmestelle für dringend benötigte Hilfsgüter eingerichtet. Auch in den kommenden Tagen und Wochen könne man dort in der Zeit von 10 bis 14 Uhr dringend benötigte Sachspenden abgeben.  

Die Spenden würden zuerst in Berlin an die Geflüchteten verteilt und nach Möglichkeit mithilfe von humanitären Partnerorganisationen direkt an die Grenze der Ukraine gebracht. Die Hilfsgüter sollen allen vertriebenen Menschen zugutekommen – egal welcher Religion.

Über ihre Sozialabteilung unterstützt die Gemeinde die neue Erstaufnahmeeinrichtung in Reinickendorf, etwa durch die Vermittlung von Dolmetschern.

»Nächstenliebe ist ein Kernelement des Judentums, sich für Menschen in Not einzusetzen, ist unsere solidarische Pflicht«, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe. Die humanitäre Krise in der Ukraine bedrohe die Sicherheit und das Leben aller Menschen dort und »verlangt von uns umgehende und tatkräftige Unterstützung«, so Joffe.

unterstützung Die Jüdische Gemeinde zu Berlin stehe im stetigen Austausch mit den zuständigen Senatsverwaltungen, um weitere Unterstützungsmaßnahmen abzusprechen und zu koordinieren. Die Spendenaktion und Organisation der Freiwilligenarbeit werden direkt vom Vorstand und der Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin koordiniert, heißt es aus der Gemeinde.

Über ihre Sozialabteilung unterstützt die Gemeinde bereits die neue Erstaufnahmeeinrichtung in Reinickendorf, unter anderem durch die Vermittlung von Dolmetschern. Für die jüdischen Kinder, die sich jetzt auf dem Weg nach Berlin befinden, würden bei Bedarf Willkommensklassen an den Schulen der Gemeinde eingerichtet, damit deren Beschulung direkt nach ihrer Ankunft fortgesetzt werden könne.

Weitere Informationen unter www.jg-berlin.org

München

Für Begegnung und Austausch

Die 40. Jüdischen Kulturtage wurden vergangene Woche mit einem großen Festakt im Cuvilliés-Theater eröffnet

von Luis Gruhler  05.11.2026

Auszeichnung

Grand Hospital Award für Waldkliniken Eisenberg

Mit einer eigenen Synagoge und einem besonderen Behandlungskonzept für jüdische Patientinnen und Patienten wurden die Waldkliniken Eisenberg bekannt. Nun erhalten sie die höchste Krankenhaus-Auszeichnung

 05.11.2026

Dresden

Ein besonderer Schabbat

Köchin Sibel Cuniman Pinto serviert traditionelle sefardische Gerichte – und die Geschichten dazu

von Karin Vogelsberg  05.11.2026

Berlin

Neuer Gedenkstein für Margot Friedländer

Um die Erinnerung an das Vermächtnis Margot Friedländers wachzuhalten, ist am Donnerstag ein Gedenkstein mit ihrem Porträt auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee niedergelegt worden. Der Künstler ist ein 16-jähriger Schüler aus der Ukraine

 05.11.2026

Frankfurt

Transparentes Haus

Die Jüdische Akademie des Zentralrats will ihren Besuchern ein vielseitiges Angebot machen

von Ayala Goldmann  04.11.2026

Düsseldorf

Ein Abend voller Sorge und Hoffnung

Die Jüdische Gemeinde ehrt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille

von Stefan Laurin  04.11.2026

Tel Aviv

Premiere für Andrea Kiewel

Andrea Kiewel überrascht sich selbst und überwindet ihre Scheu vor dem Widerspruch – wegen Halloween

von Andrea Kiewel  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026