Rosch Haschana

Optimistisch in die Zukunft blicken

Zu ihrem Neujahrsfest übermittle ich allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns meine herzlichen Grüße. Dieses Fest erinnert die Juden an das besondere Bündnis, das Gott mit den Israeliten geschlossen hat. In diesem Zusammenhang mahnt der Schofar, der an diesen beiden Tagen geblasen wird, an die moralischen Pflichten, die sich daraus für gläubige Juden ergeben. Rosch Haschana ist damit eher ein Fest der Einkehr und der Besinnung. Trotzdem werden dabei der zufriedene Rückblick auf ein – hoffentlich – gelungenes Jahr und die freudige Erwartung eines neuen und glücklichen Jahres nicht zu kurz kommen.

Dabei bin ich fest davon überzeugt, dass Juden in Bayern allen Grund haben, mit Optimismus in die Zukunft zu blicken. Sie konnten sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten einen wichtigen Platz in unsere Gesellschaft sichern. Sie setzen Akzente in unserem kulturellen Leben. Ihre Synagogen und Gemeindezentren sind Kraftquellen jüdischer Spiritualität und jüdischen Gemeinschaftslebens, die weit in ihre Umgebung ausstrahlen. Was 65 Jahre nach dem Ende des Krieges und der Schoa in Deutschland möglich ist, dürfen alle Deutschen, egal ob sie jüdisch sind oder nicht, als eine glückliche Wendung unserer Geschichte empfinden. Schana tova! Allen Juden Bayerns ein zufriedenes, erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr.

Zeugnis

Gitarre mit Geschichte

Ein 1943 von Hanuš Smetana in Theresienstadt gebautes Musikinstrument erzählt vom Alltag im Ghetto und erinnert an seinen Erbauer, der die Schoa nicht überlebte

von Katrin Diehl  26.02.2026

Jugendkongress

400 junge Juden treffen sich in Hamburg

»Strong. Jewish. Here.« - unter diesem Motto kommen rund 400 jüdische junge Erwachsene in Hamburg zu einem bundesweiten Kongress zusammen. Das Treffen soll ein besonderes Signal in politisch angespannten Zeiten sein

von Michael Althaus  26.02.2026

Essay

»Der JuKo ist ein Versprechen«

Für vier Tage kommen 400 junge Jüdinnen und Juden in Hamburg zusammen, um zu diskutieren, zu beten und zu feiern. Unsere Autorin ist zum dritten Mal dabei. Ein Ausblick auf den Jugendkongress

von Ariella Haimhoff  26.02.2026

Programm

Berliner Rebellin, Kafkas Schwester und ein junger Detektiv: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. Februar bis zum 4. März

 26.02.2026

Ausstellung

Ein Blick zurück

Ganz persönlich, doch mit weitem Horizont zeigt »Mit eigener Stimme« die Geschichte des Zentralrats der Juden in Deutschland

von Sophie Albers Ben Chamo  24.02.2026

Engagement

Grenzenlose Solidarität

Spenden und Gespräche: Die jüdische Community ist schockiert über die dramatische Lage in der Ukraine und hilft – jeder so, wie er kann

von Christine Schmitt  23.02.2026 Aktualisiert

Sally Bein

Reformpädagoge in schwieriger Zeit

Ein deutsch-israelisches Autorenduo zeichnet das Leben und Wirken filmisch nach

von Alicia Rust  23.02.2026

Lesen

Mehr als eine Familiengeschichte

Jan Mühlstein stellte im Gemeindezentrum sein neues Buch vor, das persönliche Erinnerungen mit europäischer Geschichte verknüpft

von Esther Martel  23.02.2026

Beni-Bloch-Preis

Jugend erinnert

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main vergibt die Auszeichnung an Gedenkprojekte von Schülerinnen und Schülern aus Hessen

von Katrin Richter  23.02.2026