Jewrovision

»Natürlich mit Musik«

Ein gutes Team: Yuval und seine Gitarre

Jewrovision

»Natürlich mit Musik«

Yuval aus der Eifel über die Probenarbeit, die Castingshow »The Voice Kids« und seine Pläne für die Zukunft

von Christine Schmitt  04.06.2025 11:20 Uhr

Yuval, vor einem Jahr war bei dir musikalisch einiges los. Für die Jugendzentren Köln-Aachen hast du bei der Jewro gesungen, fast gleichzeitig bist du Runde um Runde bei der Castingshow »The Voice Kids« weitergekommen. Erst kurz vor dem Finale war Schluss. Und du bist in Israel dank deiner hebräischen Version von »Yasmin« ein Star geworden. Wie ging es für dich weiter?
Natürlich mit Musik. Ich hatte Glück und fand eine Band, die zu mir passt. Bei der bin ich eingestiegen. Für mich war und ist es wichtig, nach den Erfahrungen bei der Jewro, wo wir zusammen die Songs performt haben, nicht wieder allein Musik machen zu müssen, sondern mit anderen. Das Gemeinsame war ein tolles Erlebnis.

Nun naht die große Show. Mit dem Stimmbruch bist du schon durch, du hast deine schöne Klangfarbe behalten, jetzt nur etwas tiefer. Du wirst wieder bei der Jewro singen. Ihr werdet zu dritt auftreten. Wie findet man im Trio zusammen?
Also, wir kommen ganz gut klar. Wir verstehen uns sehr gut und feilen gern zusammen an den Songs.

Wie laufen die Probenarbeiten bisher?
Super. Wir haben sehr viel geschafft. Unser Coach Joel, der auch mal bei »The Voice Kids« mitgemacht hat, ist auch immer dabei, er hat für uns den Song geschrieben, und wir üben mit ihm, um das Stück gut zu performen.

Die gemeinsamen Proben finden immer in Köln statt. Wie ist es, jeden Sonntag dorthin zu fahren?
Ganz cool, weil ich mich wieder mit Freunden treffe, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Auch die Fahrt mit den anderen Jugendlichen ist lustig. Wir werden immer mit einem Bus hin- und hergebracht. Die Stimmung bei uns ist super. Jeden Sonntag diese Erlebnisse zu haben, ist super.

Worauf freust du dich ganz besonders bei der Jewro?
In Dortmund auf der Bühne zu stehen und vor dem Publikum zu singen. Aber auch darauf, neue Freunde aus anderen Städten zu finden. Und auf das Mini-Machane natürlich auch. Wichtig ist für mich, Spaß und Freude zu haben.

Was für ein Feedback hast du von Jugendlichen aus anderen Städten für deinen Auftritt bei »The Voice Kids« bekommen?
Einige Leute gönnen mir meinen kleinen Erfolg, aber es gibt auch manche, die mich einfach nicht mögen. Ich weiß das, und es ist normal.

Was für eine Band hast du gefunden?
Sie heißt Elite. Wir sind eine Jugendband, die anderen sind Freunde aus meiner Schule. Wir machen Musik der 80er- und 90er-Jahre. Also sehr alte Musik, die ich sehr mag und die zu mir passt. Es war mega schwer, andere zu finden, die meinen Geschmack teilen und diese Musik ebenfalls lieben.

Hattet ihr schon Auftritte?
Wir haben mittlerweile schon mehrmals bei uns in der Nähe auf der Bühne gestanden. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Aber du wurdest in der Zwischenzeit auch als Solosänger angefragt.
Ja, ein paar Mal, beispielsweise bei den Kölsche Kippa Köpp.

Bei »The Voice Kids« hast du mit dem Song »Yasmin« die Herzen der Jury-Mitglieder gewonnen. Auch in Israel wurdest du sehr gefeiert. Hast du Konzert-Einladungen bekommen?
Ja, auch von der israelischen Band »Hapil Hakachol« (Blauer Elefant), die den Song »Yasmin« geschrieben hat. Die hat mich zu einem ihrer Konzerte eingeladen, bei dem ich mitsingen sollte. Aber seit dem Krieg sind meine Familie und ich nicht mehr nach Israel geflogen. Wenn Frieden herrscht, dann werden wir alles nachholen.

Du bist 15 und gehst in die achte Klasse. Welche Zukunftspläne hast du?
Ich weiß es noch nicht, ich habe nicht so viel Plan von dem, was ich in den nächsten Jahren machen werde, außer einen guten Schulabschluss. Aber fest steht, dass ich mit der Musik und der Band weiterarbeiten möchte. Wir müssen mal sehen, wie sich das entwickelt.

Mit dem Schüler und Musiker sprach Christine Schmitt.

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