München

Literatur, Wahlen, Gottesdienste

Die jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler Foto: ullstein bild - ullstein bild

München

Literatur, Wahlen, Gottesdienste

Meldungen aus der IKG

 06.01.2022 06:18 Uhr

Literatur

Seit Mai 2021 bietet der Literaturwissenschaftler und Publizist Dirk Heißerer in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde regelmäßig ein neues Thema zu jüdischen Autoren an. Es wird sonntags zu Monatsbeginn auf dem eigens eingerichteten YouTube-Kanal unter www.youtube.com/c/DrDirkHeißerer online gestellt und bleibt dort dauerhaft zugänglich. Im Januar lautet das Motto »Prinz Jussuf trifft den Blauen Reiter« – Else Lasker-Schüler und Franz Marc. Nicht viel Zeit war der einzigartigen Künstlerfreundschaft zwischen dem Maler des »Blauen Reiter«, Franz Marc, aus München und der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler aus Elberfeld beschieden. Von der ersten Begegnung im Dezember 1912 in Berlin bis zum Kriegstod Franz Marcs Anfang März 1916 bei Verdun tauschten die beiden zahlreiche selbst bemalte Postkarten und Briefe aus. Lässt sich darin Marcs eigenes Werk miniaturhaft bewundern, so führte Else Lasker-Schüler das Briefgespräch öffentlich fort und setzte ihrem Freund in dem eigenhändig illustrierten Briefroman Der Malik. Eine Kaisergeschichte (1919) ein Denkmal. ikg

Wahlen

Der »Verband Jüdischer Studenten in Bayern« (VJSB) hat bei den Vorstandswahlen im Dezember turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. An der Spitze gab es keine personelle Veränderung, Michael Movchin bleibt Vorsitzender. Weiter vertreten sind Peter Haber (Finanzen), Alexandra Kobzev (Events), Jessica Flaster (Öffentlichkeitsarbeit), Colin Moskovits (Kultur). Die konstituierende Sitzung, in der die Aufgabengebiete besprochen und verteilt wurden, fand bereits statt. Ziel des Verbandes ist es, möglichst viele junge Juden miteinander zu vernetzen. ikg

Gottesdienste

Für die Teilnahme an den Gottesdiensten der IKG gilt unverändert die 3G-Regel. Der Besuch ist deshalb nur für vollständig Geimpfte, Genesene und aktuell negativ Getestete möglich. Zur organisatorischen Vereinfachung dient ab sofort die Möglichkeit, die Nachweise in der Gemeinde digital hinterlegen zu lassen. Das erleichtert die notwendigen Kontrollmaßnahmen. ikg

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026