Mühlhausen / Thüringen

Jüdisch-Israelische Kulturtage eröffnet

Das Yamma-Ensemble aus Tel-Aviv Foto: ZOHARON

Mit einem Konzert des Yamma-Ensembles in Mühlhausen sind die Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen am Mittwochabend in ihre zweiwöchige Spielzeit gestartet. Sie laden bis zum 24. März zu Veranstaltungen in 14 Städten und Gemeinden ein.

Das Programm bietet nach Veranstalterangaben Raum für Begegnungen, Gespräche, gemeinsame Tänze und Diskussionen. Präsentiert werde die Vielfalt des jüdisch-israelischen Lebens in mehr als 40 verschiedenen Veranstaltungen, darunter Diskussionsabende, Rabbiner-Gespräche, Kochkurse und 21 Konzerte.

Jüdische Geschichte sei ein untrennbarer Teil der thüringischen Landesgeschichte, erklärte der Beauftragte der Landesregierung für die Bekämpfung des Antisemitismus, Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), im Vorfeld in Erfurt. Deshalb sei die Auseinandersetzung damit unverzichtbar.

Der künstlerische Leiter des Festivals, Johannes Gräßer, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), Mühlhausen sei als Ort für das Eröffnungskonzert bewusst gewählt worden. Die Stadt unterstütze die Kulturtage bereits seit vielen Jahren finanziell und ideell wie kaum eine zweite Kommune im Freistaat. Auch besitze Mühlhausen eine von ganz wenigen geweihten Synagogen in Thüringen.

Das Eröffnungskonzert setzte auf den Einsatz historischer Instrumente in zeitgenössischen Stücken. Die vier Musiker des Yamma-Ensemble aus Tel-Aviv spielten traditionelle Werke der jüdischen Diaspora sowie chassidische Musik. epd

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026

Gemeinde

Man kennt sich hier

Die Synagoge Possartstraße bewahrt Traditionen – und richtet sich neu aus

von Esther Martel  04.04.2026

Besuch

»Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs«

Daniel Hagari, ehemaliger Sprecher der israelischen Verteidigungsarmee, war in der Jüdischen Gemeinde München zu Gast

von Esther Martel  04.04.2026