Oldenburg

Judenfeindliche Schmierereien nahe der Oldenburger Synagoge   

Wegen der Nähe zur Synagoge und zum Büro des Grünen-Stadtverbands ermittelt der Staatsschutz zu den Schmierereien Foto: picture alliance / Hauke-Christian Dittrich

Knapp elf Monate nach dem Anschlag auf die Oldenburger Synagoge sind in der Nähe des Gotteshauses judenfeindliche Schmierereien entdeckt worden. Eine Passantin meldete am Donnerstag den an ein Tor geschmierten Schriftzug »Vorsicht! Juden!«, wie die Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland mitteilte. Bei einer Spurensuche seien in der Umgebung zwei weitere versteckte, aber vergleichbare Farbschmierereien entdeckt worden. Eine diffamiere ebenfalls Juden, die andere nehme Bezug auf die Grünen. Wegen der Nähe zur Synagoge und zum Büro des Grünen-Stadtverbands ermittele nun der Staatsschutz.

Lesen Sie auch

Der Anschlag auf die Oldenburger Synagoge am 5. April vergangenen Jahres hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der mutmaßliche Täter hatte einen Brandsatz auf eine Tür des Gebäudes geworfen. Das Feuer hatte sich wegen eines schnellen Eingreifens nicht weiter ausgebreitet, verletzt wurde niemand. Nach einem Fahndungsaufruf in der Fernsehsendung »Aktenzeichen XY ... Ungelöst« hatte die Polizei Ende Januar einen 27-jährigen Mann festgenommen, der die Tat in einer ersten Vernehmung einräumte. Derzeit prüft ein ärztlicher Gutachter, ob er schuldfähig oder möglicherweise psychisch krank ist. kna

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  25.09.2026 Aktualisiert