Gemeindetag

JSUD-Präsidentin: Leben junger Juden ist derzeit ein »Pingpong-Spiel«

Hanna Veiler Foto: privat

Gemeindetag

JSUD-Präsidentin: Leben junger Juden ist derzeit ein »Pingpong-Spiel«

»Es ist anstrengend, die ganze Zeit widerständig zu sein,« so Hanna Veiler

 15.12.2023 15:00 Uhr

Das Leben junger Jüdinnen und Juden in Deutschland gleicht nach Worten von JSUD-Präsidentin Hanna Veiler derzeit einem »Pingpong-Spiel«. Auf der einen Seite höre sie viele Stimmen, die fragten, wie es um die Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland bestellt sei, sagte Veiler am Freitag auf dem 5. Gemeindetag des Zentralrats der Juden in Deutschland in Berlin.

Dabei gehe es nicht ausschließlich um die aktuelle Situation nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel. Veiler nannte als Beispiele auch den Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 sowie den Antisemitismusskandal auf der jüngsten Kunstausstellung documenta in Kassel. Dies seien immer wieder neue »Schläge« gewesen.

Auf der anderen Seite seien junge Jüdinnen und Juden lauter denn je, betonte Veiler. Sie hätten zum Beispiel Demonstrationen auf die Beine gestellt und seien auch in der Öffentlichkeit vertreten. Junge Leute dürften sich ihre hart erkämpfte, positive und selbstbestimmte jüdische Identität nicht nehmen lassen.

Veiler fragte auch, wann der Punkt gekommen sei, an dem nicht mehr nur junge Menschen angesichts von Antisemitismus etwa laut werden müssten, sondern auch die gesamte Gesellschaft in Deutschland: »Es ist anstrengend, die ganze Zeit widerständig zu sein.«

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  10.09.2026

Pro & Contra

Sollen jüdische Kinder nur noch auf jüdische Schulen?

Zwei Meinungen zur Debatte

von Noga Hartmann, Marina Chernivsky  10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026

Rosch Haschana

Mehr Zeit, mehr Frieden, mehr Miteinander

Was wünschen sich Jüdinnen und Juden fürs neue Jahr? Wir haben uns umgehört

von Katrin Richter, Christine Schmitt  10.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 10. September bis zum 17. September

 09.09.2026

München

»Es geht um ein Wir«

Maccabi-Präsident Patrick Guttmann über die Rolle des Sportvereins für die jüdische Gemeinschaft, Herausforderungen und Zukunftspläne

von Luis Gruhler  09.09.2026

Berlin

Zurück in die Zukunft

Die Geschichte der Stadt ist geprägt von vielen gescheiterten Visionen. Nun wird die Fahrt mit der Ringbahn zur Bühne für einst angedachte Projekte

von Alicia Rust  09.09.2026

Rosch Haschana

Fragen über Fragen

Zwischen Vorbereitungen, Schofar und Honigkuchen bleiben Rabbiner immer erreichbar. Für alle, die Rat vor den Hohen Feiertagen suchen

von Christine Schmitt  09.09.2026