Frankfurt

IS-Kämpfer im Makkabi-Team

Verhandlung gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz »Islamischer Staat« Foto: dpa

In Frankfurt ist am Montag vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts der Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) eröffnet worden. Der 20-Jährige soll im vergangenen Jahr in Syrien in den »Heiligen Krieg« gezogen sein. Ein Schock für den jüdischen Sportverband TuS Makkabi Frankfurt, denn der Mann spielte von Sommer 2010 bis Sommer 2011 in der Fußballmannschaft der Makkabäer.

Unauffällig »Wir haben ihn zur Verstärkung geholt. Er war ein ganz guter Spieler und ansonsten völlig unauffällig«, sagt Alon Meyer, Vorsitzender des TuS-Makkabi Frankfurt und Präsident von Makkabi Deutschland im Rückblick. Dass der Mann, »der für uns mit dem Davidstern auf der Brust aufgelaufen ist«, einer terroristischen Organisation angehören soll, »kam für uns völlig überraschend«, so Meyer weiter.

Der Angeklagte habe sich bei Spielen sogar »ohne Wimpernzucken als Jude beschimpfen« lassen. Meyer zeigt sich schockiert, dass sich »ein Mensch in so kurzer Zeit so verändern kann«. Die ehemaligen Mitspieler des mutmaßlichen IS-Kämpfers wollen sich gegenüber den Medien nicht äußern. kib

Geburtstag

Holocaust-Überlebender Abba Naor wird 98

Der Zeitzeuge, dessen Mutter und Bruder in Auschwitz ermordet wurden, kämpfte in Israels Unabhängigkeitskrieg und war später Mossad-Agent

 20.03.2026

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Angriffe

Schmierereien und Drohungen: Antisemitismus an NS-Gedenkstätten nimmt zu

Lehrer hätten bereits Führungen abgesagt, aus Angst, dass Schüler das Programm boykottieren

von Leticia Witte  18.03.2026

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026