Thüringen

Doppelkonzert eröffnet Jüdisch-Israelische Kulturtage

Konnte nun doch anreisen: Sharon Mansur Foto: Copyright Gabriel Baharlia Photography

Thüringen

Doppelkonzert eröffnet Jüdisch-Israelische Kulturtage

Nach stornierten Flügen gelingt dem israelischen Sharon-Mansur-Trio aus Haifa doch noch die Anreise nach Deutschland. Jetzt starten die Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen gemeinsam mit israelischen und iranischen Künstlern

 04.03.2026 16:43 Uhr

Die 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen werden am Donnerstag nach einer Reihe von Programmänderungen gemeinsam von israelischen und iranischen Künstlern eröffnet. Geplant sei nun ein Doppelkonzert des Sharon-Mansur-Trios aus Haifa mit dem Ensemble Sistanagila, in dem israelische und iranische Künstler gemeinsam auftreten, teilte Festivalleiter Johannes Gräßer am Mittwoch in Erfurt mit. Dies sei eine Eröffnung »mit Signalwirkung«.

Zwischenzeitlich hatte das Sharon-Mansur-Trio als ursprünglich vorgesehener Konzertgast seine Teilnahme an den Kulturtagen wegen stornierter Flugverbindungen absagen müssen. Gräßer sagte, nach einer aufwendigen Anreise über Drittstaaten seien die Musikerinnen und Musiker doch noch in Deutschland angekommen.

Dialog in schwierigen Zeiten

Kurzfristig hatte die Festivalleitung das in Berlin ansässige Ensemble Sistanagila als Ersatz für das Eröffnungskonzert in Erfurt gewinnen können. Ihr Programm schlage musikalische Brücken zwischen Klezmer, sephardischen und persischen Traditionen, die sich mit modernen Einflüssen zu einem Plädoyer für den kulturellen Austausch verbinden. Gräßer nannte das daraufhin organisierte Doppelkonzert »ein starkes Zeichen für Dialog und Verständigung in schwierigen Zeiten.«

Die Kulturtage werden vom 5. bis 26. März in 16 Thüringer Städten ausgerichtet. Neben Konzerten bietet das Festival auch Lesungen, Stadtführungen, Diskussionen und Ausstellungen. Erwartet werden zur Eröffnung unter anderem Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). epd

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026