Dresden

Gespräche, Tänze und Visionen

Mit einem Liederabend startet am Sonntag die 17. Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden. Bis zum 27. Oktober sind in knapp 30 Veranstaltungen jüdische und israelische Kultur zu erleben.

Neu im Programm sind zeitgenössische israelische Kulturproduktionen. Neben Konzerten sind auch Theateraufführungen, Tanzveranstaltungen, Filme, Führungen, Sprachkurse und Podiumsgespräche geplant. Zur Eröffnung tritt die aus Russland stammende Sängerin Valeriya Shishkova auf. Mit ihren Musikern schaffe sie »den besonderen Spagat zwischen Scharfsinn, Melancholie, Lebensfreude und pathetischem Charisma«, hieß es in der Ankündigung.

In diesem Jahr stehen vor allem die Beziehungen von Deutschland und Sachsen zu seinen östlichen Nachbarländern Polen und Tschechien im Fokus. Dabei soll besonders auf ihre Verflechtungen in Bezug auf die jüdische Kultur hingewiesen werden. Am 19. Oktober lädt die Jüdische Gemeinde zu einer Nacht der Synagoge ein. Unter anderem werde über die Geschichte und Funktion des Hauses informiert.

Erstmals hat das Festival eine jüdische Leiterin. Die gebürtige Italienerin Valentina Marcenaro arbeitet schon seit einigen Jahren auch als Eventmanagerin bei der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und ist dort unter anderem für die Nachwuchsarbeit zuständig. Ihr Projekt »Young & Jewish in Dresden« wird durch den Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützt.

Im vergangenen Jahr wurde das Festival von der »Jiddischen Kulturwoche« in »Jüdische Musik- und Theaterwoche« umbenannt. Veranstaltet wird die Reihe seit 1996 vom Rocktheater Dresden zusammen mit der Jüdischen Gemeinde und dem lokalen Verein für jüdische Kultur »Hatikva«. Für sein Bürgerengagement erhielt der Verein Rocktheater 2009 den Regine-Hildebrandt-Preis der SPD. epd

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026

München

»Ihr Licht ist nicht verloschen«

Die Frauen-Mikwe der Gemeinde trägt seit Kurzem den Namen von Rebbetzin Shoshana Brodman

von Luis Gruhler  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026